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Die katholisch-theologischen Fakultäten zu Tübingen und Gießen (1830-1850) / von Studienrat Dr. St. Lösch, Horb a. N.
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Die kath.-theol. Fakultäten zu Tübingen und Gießen. 165

besuchte. Herbst 1828 zum Repetenten am Wilhelmstift Tübingen ernannt, trat er seine Stelle nicht an, weil noch im Herbst 1828 zum Professoratsverweser am Gymnasium Ehingen bestellt. Seit 1829 definitiv Professor geworden, war er dort bis 1842 tätig. Möhler nennt ihn in dem oben bezeichneten Brief an Räßeinen geschickten Orientalisten (Wörner-Gams 112). Hinter der Berufung Wochers und Durschs, über deren Verhandlungen nichts Näheres bekannt ist, stand aller Wahrscheinlichkeit nach Möhler. Beide lehnten ab, Wocher abermals, als ihm kaum ein Jahr später eine Einladung an die ebenfalls neuzuerrichtende katholisch- theologische Fakultät zu Marburg zugegangen war, wie er dem mit den einleitenden Verhandlungen beauftragten Prof. J. Chr. Multer-Marburg durch Brief vom 14. April 1831 zu verstehen gab, aus persönlichen Gründen, obwohl er der Marburger Fakultät ein erfreulicheres Prognostikon stellte als der Gießener und der Hoffnung Ausdruck gab:Alles läßt einen günstigen Bestand der neuen Fakultät hoffen 4). Für Möhler, der imKatholik 1828, Bd. 30,1 ff.; 257 ff. seine bis heute unübertroffen gebliebene Verteidigung des Zölibats den Nachbetern eines rationalistischen Zeitalters entgegengeworfen hatte, mußte es die schwerste Enttäuschung bedeuten, daß beide Schüler, seit Nov. 1830/ Febr. 1831 in die damals durch ganz Süd- und Mitteldeutschland bis zum Niederrhein gehende Antizölibatsbewegung ²) verwickelt, ihm innerlich entfremdet und von der ihnen zugedachten Lauf- bahn abgedrängt wurden.

Die Professur, mit der Dursch hatte betraut werden

1) Wochers Brief, allerdings nur in Kürzung, veröffentlicht bei Mirbt, Marburger Fakultät 224 ².

2) Die Einzelheiten für Württemberg bei F. Hammer, Der Zölibatssturm in Württemberg im J. 1831: Rottenburger Monats- schrift III(1919/20) 111 ff.