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Die kath.-theol. Fakultäten zu Tübingen und Gießen. 161
mung der Mainzer nach erfolgter Fakultätsgründung kenn- zeichnet der„Katholik“ 1830, Bd. 38, Oktober, 75— 79, möchte jedoch die frühere Universitätsstadt Mainz über den Verlust hinwegtrösten mit der anspornenden Versicherung: „Erhebe sich die Gießener Fakultät zu dem Rufe der Tübinger und gern wird jeder hessische Theolog seine Studien dort absolvieren.“
Doch hatte die Gießener Neugründung ihre Daseinsbe- rechtigung erst zu erweisen. Es war für den Ministerialrat, späteren Kanzler der Universität Gießen, Justin von Linde 4), „einen der Haupturheber und kräftigsten Förderer“ der Gießener Fakultät(Lutterbeck 25. 46), keine leichte Auf- gabe, zunächst die Grundlagen hiefür zu schaffen. Hier sollte für die Bestimmung des neu zu bildenden Lehrkörpers und damit für die Formung des geistigen Habitus der Tübinger Theologe J. A. Möhler entscheidend werden. Zu Anfang April 1830 empfiehlt er seinem früheren Zuhörer, Kaspar Riffel*), für eine Gießener Professur„sich in Darmstadt
1) Justin Timotheus Balthasar v. Linde, geb. 1797 zu Brilon 1. W., 1823 ao. und 1824 ord. Prof. der Rechtswissenschaft an der Uni- versität Gießen, 1826 zugleich Mitglied des Kirchen- und Schul- kollegiums, 1829 Ministerialrat in Darmstadt, 1832 Direktor des Oberstudienrats, 30. Nov. 1833 bis 11. Dez. 1847 Kanzler der Univer- sität Gießen, 1835 Staatsrat, 1847 wegen der Kämpfe mit dem Deutschkatholizismus zurückgetreten, 1848 Mitglied der National- Versammlung zu Frankfurt, 1850/56 Bevollmächtigter am Bun- destag, gest. 1870. Die zerstreut liegende zahlreiche Literatur über Lindes kulturpolitische Tätigkeit bei Vigener, Fakultät 331.
2) Kaspar Riffel, geb. 1807 zu Büdesheim bei Bingen, 1829 Diakon, Ostern 1829 Studienaufenthalt Universität Tübingen(Möhler), 1830 Universität Bonn(Klee, Windischmann), Nov. 1830 Repetent am Klerikalseminar Mainz, 18. Dez. 1830 ordiniert, durch Antrag der Gießener Fakultät vom 28. Juni 1831 zum Nachfolger des nach Breslau abgegangenen Exegeten J. J. Müller empfohlen, aber nicht ernannt; 1831 Kaplan in Bingen, 1834 zum Prof. und Stadtpfarr- verweser in Gießen ernannt, vor Antritt der Lehrtätigkeit Studien-
Theolog. Quartalschrift 1927. Heft I/II. 11


