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Das Kloster seinen Gefallenen
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nach dem Weſten in die Gegend von Verdun. Dort machte Erich Lahr als Ordonnanzoffizier beim Regimentsſtab die ſchweren Kämpfe um die Höhe 304 mit. Später wurde er nach Abſolvierung eines dreiwöchentlichen Kurſus in Saarburg Führer der neugebildeten Nachrichtenabteilung. Das Regiment lag zu dieſer Zeit im Ober⸗Elſaß. Von da kam es im April 1918 nach Flandern in die Gegend von Armentiere. Hier ſtarb Erich Lahr am 26. 4. 18 in Neuf⸗Berquin bei Merville bei einer feindlichen Beſchießung den Heldentod. Er fiel noch im frohen Glauben an den Sieg unſerer guten Sache. Sein be⸗ ſcheidenes, freundliches Weſen hatte ihn allen, die ihn kannten, lieb gemacht.

20. Ernſt Klump. rec. 12. VI. 1910.

Ernſt Karl Hermann Klump war am 6. Juni 1892 als zweiter Sohn des Geh. Forſtrats Ernſt Klump zu Langen, Kreis Offenbach geboren. Nach Beſuch der Realſchule in Langen und der Oberrealſchule in Darmſtadt beſtand er Oſtern 1910 die Reiſeprüfung. Er bezog darauf die Univerſität Gießen, um ſich dem Studium der Forſtwiſſenſchaft zu widmen. Ein reger Sinn für Naturbeobachtung, für das Leben im Walde und den forſtlichen Beruf beſeelte ihn von Jugend auf. Frühjahr 1912 beſtand er die forſtliche Vorprüfung und im Frühjahr 1914 die Fakultätsprüfung, nachdem ihn ein Sommerſemeſter auch nach München geführt hatte. Seinen praktiſchen Kurſus leiſtete er bei der Oberförſterei Alsfeld ab. Der Weltkrieg riß ihn Mitte Oktober 1914 aus ſeinem geliebten Berufe. Bei der Erſatz Abt. des Feldart.⸗Regts. 61 in Darmſtadt trat er ein. Von dort kam er nach kurzer Zeit zur Erſ.⸗Abt. Reſ.⸗Feldart.⸗Rgt. Nr. 48 nach Jüterbog. Mitte Februar 1915 kam er zum Reſ. Feldart.⸗Regt. 48 nach dem Oſten ins Feld. Hier machte er in dem ſehr ſtrengen Nachwinter die Stellungskämpfe bei Czyzak in den Karpathen mit. Unter dem Einfluß von Kälte, Strapazen und Entbehrungen erkrankte er Anfang April ſchwer. Nach La zarettbehandlung in Schleſien kehrte er an die galiziſche Front, zurück; dort nahm er teil an den vielen Kämpfen an der Zlota⸗ Lipa, Strypa und am Sereth. Im April 1917 kam ſein Regiment nach dem Weſten. Am 19. Juli 17 wurde er als Leutnant, da ihm ein kurzes Kommando zu einer Fliegerabteilung vor Verdun große Begeiſterung für Weſen und Aufgaben des Flieger dienſtes eingeflößt hatte, zum Armeeflugpark 5 und bald dar nach zwecks Ausbildung als Fliegerbeobachter nach Poſen, Stolp, Köln und Doblen bei Riga kommandiert. Vom 16. 3. bis 14. 5. 1918 nahm er dann als Fliegerbeobachter an den Stellungs⸗ kämpfen der Weſtfront teil. Am 14. Mai 1918 wurde er weſt lich Moronvillers im Luftkampf mit 2Spadt, die ihn beim Einſchießen ſchwerer Artillerie bei trübem Wetter überraſchten,