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Das Kloster seinen Gefallenen
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ſeiner Verwundung in der Champagne-Schlacht 1916, bis zu ſeinem Heldentod ſtand, im Dezember 1914 zum Leutnant und Anfang 1917 zum Batterieführer befördert. Am 30. November 1917 fiel er bei einem Sturm auf Bourlon bei Cambrai. Ueber ſeinen Heldentod ſchreibt ein Kamerad:Er wußte genau, daß es auf Leben und Tod ging.(Er hatte nämlich den ſchweren Auftrag bekommen, mit ſeiner Batterie über das offene Feld gegen den Feind vorzufahren zur moraliſchen Unterſtützung der Infanterie.) Trotz ſeines ſchweren Auftrages war er aber ſo unbekümmert, daß ich ihn bei Seite nahm und fragte, ob er ſich eigentlich klar ſei, was wir tun müßten. Da meinte er: Gewiß. Ich glaube nicht, daß viel übrig bleibt und bin darauf geſaßt, daß ich daran glauben muß. Wenn wir aber ob lebend oder tot durch unſer Vorgehen die Infanterie vor⸗ reißen, zum Sieg ſind keine Opfer vergebens geweſen. Ein Augenzeuge des heldenhaften Verhaltens der Brigade, dem die Stoßbatterien beigegeben waren, ſprach ſchriftlich dem 21. Reſ. Feldart.⸗Regt. ſeine hohe Anerkennung für das ausgezeichnete Verhalten der Batterien und ihrer Führer aus.Ich war Augenzeuge von dem muſtergültigen, glänzenden Verhalten der Batterie und ihres heldenhaften Führers, ſo ſchreibt jener Kommandeur. Nachdem Karl Stahl unter dem ſtärkſten Feuer ſeine Batterie in Stellung gebracht hatte, ging er noch weiter vor, um eine Beobachtungsſtelle zu ſuchen. Da traf ihn ein Granatſplitter und raffte den Tapferen hinweg. Am 20. Febr. 1918 wurde ſeine Leiche nach der Ueberführung auf dem alten Friedhof bei Darmſtadt beigeſetzt. Wer von den Kloſterbrüdern den Verſtorbenen kannte, der ſchätzte ihn hoch, und es gab manchen unter ihnen, der ihn liebte, ja verehrte.

17. Eduard Haberkorn. rec. 19. XI. 1903.

Eduard Haberkorn wurde am 15. Januar 1884 zu Lorſch, Kreis Heppenheim, als zweiter Sohn des Oberförſters Eduard Haberkorn geboren. Vom 6. bis 11. Jahre beſuchte er die Realſchule in Alsfeld, wohin ſein Vater verſetzt worden war, dann von Oſtern 1895 an das Gymnaſium in Gießen, das er 1903 mit dem Zeugnis der Reife verließ. Er widmete ſich dem Studium der Forſtwiſſenſchaft und beſuchte von Oſtern 1903 an die Univerſitäten München und Gießen. Im Frühjahr 1906 beſtand er das Referendarexamen und begann nun ſeinen Vorbereitungsdienſt bei der Abteilung für Forſt⸗ und Kommunal⸗ verwaltung bei dem Miniſterium der Finanzen in Darmſtadt. Dort genügte er auch ſeiner Militärpflicht bei dem 2. Großh. Heſſ. Feldart.⸗Regt. 61. Am 1. Oktober 1907 ſetzte er ſeinen Vorbereitungskurſus fort bei der Oberförſterei Mitteldick, ſpäter auf der Oberförſterei Romrod. 1903 beſtand er die Aſſeſſor⸗ prüfung; er erhielt unter 9 Referendaren die erſte Stelle. 1910