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Das Kloster seinen Gefallenen
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8. Carl Curſchmann. rec. 16. WI. 94.

Carl Curſchmann wurde am 15. Dezember 1876 zu Gießen als Sohn des damaligen Gymnaſiallehrers Dr. Fritz Curſche⸗ mann geboren. Oſtern 1878 wurde ſein Vater nach Darmſtadt verſetzt; hier beſuchte Carl Curſchmann die Vorſchule und die unteren Klaſſen des Ludwig⸗Georgs⸗Gymnaſiums, dann war er ein Jahr auf dem Progymnaſium zu Friedberg und von Oſtern 1889 an Schüler des Gießener Gymnaſiums; hier machte er 1894 ſein Abiturientenexamen. Die Rechte ſtudierte er dar⸗ auf zunächſt 2 Semeſter in Gießen, dann ebenſo lange in Leipzig und ſchließlich wieder in Gießen. Vom 1. Oktober 1897 bis zum Oktober 1898 leiſtete er ſeiner einjährigen Militärpflicht Genüge beim Großh. Inf.⸗Regt. 116Kaiſer Wilhelm. Im Herbſt 1901 beſtand er in Darmſtadt ſein Staatsexamen und nahm nun zunächſt eine Stelle als Aſſiſtent der juriſtiſchen Fakultät der Univerſität Gießen an. Aber ſchon im Frühjahr 1902 gab er dieſe Stelle auf, um die Stelle eines Magiſtrats⸗ aſſeſſors, ſpäter des juriſtiſchen Beigeordneten, der Stadt Gie⸗ ßen zu übernehmen. Von dort ſiedelte er im Oktober 1907 als Beigeordneter nach Barmen über, im Sommer 1912 wurde er dort zum Erſten Beigeordneten gewählt.

Dieſe Stelle bekleidete er, als der Krieg ihn zu den Fahnen rief. Beim Reſ.⸗Inf.⸗Regt. 236 trat er als Oberleutnant der Landwehr ein. Bei Poelcapelle am 21. Oktober 1914 verwundet, war er bis zur Heilung dieſer Verwundung in Barmen. An⸗ fang Februar 1915 kam er wieder als felddienſtfähig zu ſeinem Regiment nach Flandern. Hier wurde er bald Hauptmann. Mit ſeiner Kompagnie lag er in der Gegend von Rumbeke im Schützengraben. Hier traf ihn am 24. April 1915 beim Sturm auf St. Julien ein Granatſchuß am Knie. Als man ihn kurz darauf zurücktragen wollte, vollendete eine zweite Granate das Werk der erſten. Sein Burſche beſtattete ihn am 27. April auf dem Militärfriedhof an der Wegkreuzung Langemark⸗Poelcapelle. In der Blüte ſeiner Mannesjahre ging ein ſelten tüchtiger Menſch dahin. Sein Barmener Freund und Kollege Markull hat ihm Gedenkblätter gewidmet, die zeigen, welche Hochachtung, Liebe und Verehrung unſer Kloſterbruder überall beſaß. Es heißt darin:Der Wille zu Tat und Macht und eine Ueberlegen⸗ heit, wie ſie allein ſchon ſolcher Wille verleiht, das ſprach aus ſeinen Augen bald mit der Güte und bald mit der Härte des Starken. Aller Adel und aller Reichtum ſeiner Seele lag in ihnen und alles Schöne fand in ihnen ſeinen Widerſchein. Und an anderer Stelle, wo Markull von ſeinem Wirken ſpricht: Weit und tief reichten ſeine Kenntniſſe, und zumal die Wiſſen⸗ ſchaft ſeines Berufs war ihm ein vertrauter und meiſterlich gehandhabter Beſitz. Am Leben ſelber mußte er ſich meſſen, auf Tat und Wirkung ſtand ſein Sinn gerichtet und mit der