Druckschrift 
Der akademische Forstgarten bei Gießen als Demonstrations- und Versuchsfeld/ von Dr. Richard Heß, o. ö. Professor der Forstwissenschaft an der Großh. Hess. Ludwigsuniversität und Director des akademischen Forstinsituts
Entstehung
Einzelbild herunterladen

66

Abteilung 4. 11,19 ar.

Fichtenpflanzung in 1,25 m Reihen⸗ und 1 m Pflanzenabſtand begründet, teils Loch⸗, teils Hügelpflanzung, teils Früh⸗ jahrs⸗, teils Herbſtpflanzung.

Unterabteilung 4a. 2,15 ax. Lochpflanzung, im Herbſt 1874 mit 4jährigen Pflanzen ausgeführt. Durchſchnittsalter(1889): 19 Jahre. Kulturkoſten: 3,20 M. oder 1,77 M. pro Hundert. Hiervon kommen 57% auf die Bodenbearbeitung und 43% auf das Pflanzen(inkl. Transport). 1 Arbeiter fertigte pro Tag 90 Löcher. Unterabteilung 4b. 2,29 ar.

Lochpflanzung, im Frühjahr 1875 mit 4 jährigen Pflanzen

ausgeführt.

Durchſchnittsalter(1889): 19 Jahre.

Kulturkoſten: 2,69 M. oder 1,53 M. pro Hundert.

Hiervon kommen 55% auf die Bodenbearbeitung und 45%

auf das Pflanzen ꝛc. 1 Arbeiter fertigte pro Tag 130 Löcher. Die Mehrleiſtung im Frühjahr gegenüber dem Herbſt betrug hiernach 44%; der Minderkoſtenbetrag(für Bodenbearbeitung und Pflanzung zuſammen) aber nur 14%.

Unterabteilung 4c. 3,54 ar.

Hügelpflanzung, im Frühjahr 1875 mit 4 jährigen Pflanzen ausgeführt. Die erforderliche Kulturerde wurde auf der Kulturfläche ſelbſt durch Ausheben von Gräben, welche ſpäter wieder zugefüllt wurden, gewonnen.

Durchſchnittsalter(1889): 19 Jahre.

Kulturkoſten: 5,77 M. oder 2,07 M. pro Hundert.

Hiervon kommen 62% auf die Hügelzubereitung und 38% auf das Pflanzen. Die Mehrkoſten der Lochpflanzung(im Frühjahr) gegenüber betrugen: 35%.

Unterabteilung 4d. 3,21 ar.

Hügelpflanzung, im Herbſt 1874 mit 4 jährigen Pflanzen ausgeführt. Die Hälfte der Reihen wurde gedeckt, die andere Hälfte blieb ungedeckt.

Durchſchnittsalter(1889): 19 Jahre.

Kulturkoſten: 6,94 M. oder 2,77 M. pro Hundert.

Hiervon kommen 60,5% auf die Hügelzubereitung und 39,5% auf das Pflanzen ꝛc. Der Mehrkoſtenbetrag gegenüber der Lochpflanzung(im Frühjahr) ſtellte ſich hiernach auf 33%.