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Der akademische Forstgarten bei Gießen als Demonstrations- und Versuchsfeld/ von Dr. Richard Heß, o. ö. Professor der Forstwissenschaft an der Großh. Hess. Ludwigsuniversität und Director des akademischen Forstinsituts
Entstehung
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Die Pflanzung in allen 4 Unterabteilungen litt durch die Dürre des Sommers 1876 ſo erheblich, namentlich die Hügel⸗ pflanzung, daß hier im Frühjahr 1877 43%(4c), bezw. 52% (4d) nachgebeſſert werden mußten, während die Ausbeſſerung in den Lochpflanzungen nur 20%(4 b), bezw. 22%(4a) betrug.

Im Herbſt 1887 wurde, behufs Herſtellung eines 1,50 m breiten Weges längs des Saatkampes(Abteilung 2), eine Reihe Fichten(32 Stück) ausgehauen; Ergebnis 0,28 fm Reiſig. 1889 fand im Intereſſe des Weges die Aufaſtung der Randreihe ſtatt. Ein bemerkenswerter Unterſchied im Wuchsverhalten, je nach Maß⸗ gabe der Kultur⸗Art und Zeit, iſt dem Ausſehen nach nicht zu konſtatieren. Zur Vornahme komparativer Meſſungen der Stärken und Längen iſt der Beſtand noch zu jung.

Abteilung 5. 1,96 ar.

Roteichen und Weißtannen; Dreieckspflanzung in 1,25 m Abſtand, im November 1869 mit 3 jährigen Ballenpflanzen ausgeführt.

Durchſchnittsalter(1889): 22 Jahre.

Kulturkoſten: 3,00 M.(für 100 Stück).

In den Jahren 1887 und 1889 wurden 25 geringwüchſige Roteichen ausgehauen und an 20 Weißtannen die Doppelgipfel beſeitigt. Ergebnis 0,26 fm Reiſig.

Vorhanden ſind noch 57 Heiſter, bezw. Pflanzen und zwar 15 Roteichen und 42 Weißtannen; von letzteren ſind einige Exemplare nachgepflanzt, daher jünger, als oben angegeben wurde.

Abteilung 6. 7,98 ar.

Schwarzkiefern; von gutem Schluß und Wuchs, 37⸗ jährig, durch Beetpflanzung in Reihenverband und zwar in 1,65 m Reihen⸗ und 1,25 m Pflanzenabſtand begründet. Die Beſtandesecke nach Abteilung 7 hin iſt in den 1870er Jahren mit(53) Buchen⸗ heiſtern komplettiert worden, welche jetzt etwa 22 jährig ſind.

Ende März 1870 wurde der Beſtand durch Abnahme von 6 Quirlen(durchweg dürren Aeſten) af ca. 3 der Durchſchnittshöhe aufgeaſtet. Hierbei ergaben ſich 60 Wellen in 3,55 Tagen zum Geſamtkoſtenbetrage von 4,86 M., wovon 49% auf die eigentliche Aufaſtung kommen. Leiſtung pro Tag 174 Stangen, bezw. 33 Wellen. Durchſchnittlicher Koſtenbetrag pro Stamm im ganzen: 1,59 Pfg. Weitere Aufaſtungen unterblieben, um den Beſtand als Vergleichs⸗ beſtand zu der ganz gleichartigen Abteilung 8 benutzen zu können, welche in angemeſſenen Zwiſchenräumen wiederholt aufgeaſtet wurde.

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