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wiſſenſchaft um einen Seitenanbau vergrößert, deſſen Parterr⸗Geſchoß aus dieſem Arbeitszimmer und einem Auditorium für die Studie⸗ renden beſteht.
6. Waſſerleitung.
Im Diſtrikte I befindet ſich ein kleiner Teich, welcher vom Kloſterbrunnen geſpeiſt wird und außerdem noch das vom Ludwigs⸗ brunnen kommende Waſſer aufnimmt. Der Abfluß aus dem Teiche erfolgt zwiſchen I, 18 b und 21, ſowie längs der Grenze der Diſtrikte II und III.
Bei der Uebernahme des Gartens von Seiten der Univerſität fand hinſichtlich der Waſſerbenutzung folgendes Verhältnis ſtatt:
Das Waſſer vom Kloſterbrunnen wurde während der Nächte in den Monaten, in welchen es der Pächter der fiskaliſchen Kloſter⸗ wieſe nötig hatte, auf dieſe Wieſe geleitet, bei Tag in den Forſt⸗ garten. Im Mai 1846 erhob aber das Rentamt Gießen Einſprache hiergegen und beanſpruchte das Kloſterwaſſer ausſchließlich für die Kloſterwieſe. In Folge deſſen wurde das Verhältnis durch eine Verfügung des Finanzminiſteriums vom 31. Auguſt 1846 neu ge⸗ regelt und Folgendes beſtimmt: In den Monaten Dezember, Januar, Februar und März ſolle das Kloſterwaſſer dem Forſtgarten ganz zugeführt werden, in den übrigen 8 Monaten aber nur von morgens 6 bis abends 6 Uhr, während von abends bis morgens die Wäſſerung der Kloſterwieſe ſtattfand.
Nachdem aber der Kredit des Forſtinſtitutes zum Behufe der Herſtellung einer Brunnenleitung durch Miniſterialverfügung vom 16. September 1864 um den Betrag von 200 fl. erhöht worden war, genehmigte die Oberforſtdirektion bis auf Widerruf, daß die durch Verfügungen vom 16. Auguſt 1847, bezw. 3. Juli 1846, geſtattete Waſſerleitung aus dem Kloſterbrunnen in den akademiſchen Forſtgarten anſtatt, wie ſeither, mittels offener Gräben künftig mit Röhren ſtattfinde. Die Großh. akadem. Adminiſtrations⸗Kommiſſion mußte jedoch am 14. Oktober 1865 einen bezüglichen Revers unter⸗ zeichnen.
Die betreffende Brunnenleitung, 566,5 m lang, wurde im Herbſte 1865 mit gebrannten und glaſierten Thonröhren zu dem Koſtenbetrage von 865,71 M. ausgeführt. Der durchſchnittliche Koſtenſatz pro 1 m ſtellte ſich hiernach auf 1,53 M. Der Brunnen wurde zwiſchen den Abteilungen 14 und 15 des Diſtriktes I, in der Nähe des Teiches, angelegt.
Schon nach Verlauf weniger Jahre zeigte ſich aber die Leitung, namentlich an einer Stelle mit bedeutendem Waſſerdrucke, nicht dauerhaft genug, indem fortwährend Röhren zerbrachen und aus⸗


