— 11—
3. Einſchlag in Diſtrikt I, Abteilung 2.
Dunkelgraubrauner, nicht ſandiger Lehm, bezw. Thon, aus der Verwitterung von Baſalt, welcher ſich zu dem nahen Schiffenberge erhebt, hervorgegangen. Hellere und dunklere Schichten wechſeln mit einander ab. Sehr tiefgründig. Für die in dieſem Teile des Gartens beſſere Bodenbeſchaffenheit ſpricht ſchon der Holzwuchs. Auch dürfte hierin die Veranlaſſung zur Anlage des Parkes an dieſer Stelle zu ſuchen ſein.
Die Lage(50,35 0 n. B. und 26,25° ö. L.) iſt faſt eben und ca. 200 m über dem Meeresſpiegel. Das Klima iſt im allgemeinen mild, jedoch ereignen ſich häufig Spätfröſte, deren Wirkungen durch das den Garten umgebende hohe Holz leider vergrößert werden.
4. Verwaltung.
Der Forſtgarten iſt der Direktion desjenigen ordentlichen Profeſſors der Forſtwiſſenſchaft an der Univerſität unterſtellt, welcher zugleich als Direktor des Forſtinſtitutes zu fungieren hat. Dem Direktor des Gartens iſt zur Ausführung der Hauptarbeiten und ſpeziellen Beaufſichtigung des Arbeiterperſonales ein im Garten ſelbſt wohnender Aufſeher untergeordnet. Als Gartenaufſeher haben bisher fungiert:
1. Heinrich Schmidt, vom Oktober 1845 bis 1. Mai 1850,
2. Heinrich Schwaab, vom 1. Mai 1850 bis 1. April 1864,
3. Carl Lang, vom 1. April 1864 bis 1. November 1870,
4. Carl Dörmer, ſeit 1. November 1870.
Die Anſtellung des Gartenaufſehers iſt eine widerrufliche; jedoch iſt der derzeitige Inhaber dieſer Stelle ſeit dem 7. Juli 1885 dekretmäßig angeſtellt. Derſelbe bezieht feſten Gehalt, hat freie Wohnung im Garten, 0,5 ha Dienſtland daſelbſt und erfreut ſich noch einiger kleiner Naturalnutzungen. Sein Dienſtverhältnis gegen⸗ über dem Direktor und ſeine ſpeziellen Obliegenheiten ſind durch eine Inſtruktion näher geregelt.
5. Gebäulichkeiten.
An Gebäulichkeiten ſind ein Wohn⸗ und ein Wirtſchaftsgebäude (Stallung, Scheuer und Holzſtall) vorhanden. Einen Teil des Wirtſchaftsgebäudes nimmt das im Winter 1871/72 erbaute forſt⸗ liche Kabinet ein, welches zur Aufbewahrung von Kulturge⸗ rätſchaften, Holzhauerwerkzeugen, forſtlichen Sammlungen, Holz⸗ ſamen ꝛc. beſtimmt iſt.
Im Jahre 1886 wurde das Wohnhaus infolge des immer fühlbarer gewordenen Bedürfniſſes des Direktors nach einem ſeparaten Arbeitsraume und der geſtiegenen Zahl der Studierenden der Forſt⸗


