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Der akademische Forstgarten bei Gießen als Demonstrations- und Versuchsfeld/ von Dr. Richard Heß, o. ö. Professor der Forstwissenschaft an der Großh. Hess. Ludwigsuniversität und Director des akademischen Forstinsituts
Entstehung
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A. Allgemeine Beſchreibung.

1. Territorial⸗Lage und Begrenzung.

Der akademiſche Forſtgarten, im Jahre 1825 urſprünglich nur für die Zwecke des forſtpraktiſchen Unterrichtes an⸗ gelegt, bildet die Abteilung 7 des Diſtriktes Zellenrod der Ober⸗ förſterei Schiffenberg, welche zum Forſtamte Grünberg(Provinz Oberheſſen) gehört. Seine eigentliche Benutzung im Sinne des angedeuteten Zweckes wurde in den erſten Jahren durch eigentümliche Verhältniſſe verzögert und hat erſt ſeit 1830 ſtattgefunden. Durch Vertrag vom 30. September 1845 wurde er der Großh. Landes⸗ Univerſität Gießen pachtweiſe überlaſſen.

Seine Form iſt die eines Trapezoides. Seine Grenzen ſind: verſchiedene Abteilungen(8, 9, 29, 30, 31, 5 und 6) der Ober⸗ förſterei Schiffenberg und nordöſtlich längs einer kurzen Strecke der Gießener Stadtwald(Oberhag, Abteil. 113 c und 116 b). Der Garten nimmt den größten Teil des durch den Schiffenberger Fuß⸗ weg, die Knickſchneiße und die Vizinalſtraße von Gießen nach Hauſen gebildeten Dreiecks ein.

2. Größe.

Die erſte Vermeſſung des Gartens, bezw. ſeiner inneren Ein⸗ richtung fand 1870 durch den Geometer I. Klaſſe Walther zu Gießen ſtatt. Infolge veränderter Einrichtungen machte ſich 1877 eine abermalige Vermeſſung notwendig, welche der Geometer I. Klaſſe Buttron beſorgte. Die Vermeſſung des ſeit 1883 neu hinzu⸗ gekommenen der forſtlichen Verſuchsanſtalt unterſtellten Stückes wurde 1887 von Profeſſor Dr. Wimmenauer ausgeführt.

Hiernach beträgt der gegenwärtige geſamte Fläch eninhalt an:

ha 0% a) Holzboden.. 4,9287 73,5 b) Schneißen, Wegen, Gräben. 0,8991... 13,4. c) ſonſtigen Grundſtücken... 0,8788. 13,1

im ganzen 6,7066 i.100.