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Der akademische Forstgarten bei Gießen als Demonstrations- und Versuchsfeld/ von Dr. Richard Heß, o. ö. Professor der Forstwissenschaft an der Großh. Hess. Ludwigsuniversität und Director des akademischen Forstinsituts
Entstehung
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gründungsart, Saatverfahren, Pflanzform, Pflanzweite herzuſtellen, mußten aber die einzelnen Verſuchsfelder klein gemacht werden. Dies erſchien auch um ſo zuläſſiger, als es bei den waldbaulichen und ſonſtigen forſtlichen Uebungen im Forſtgarten mehr auf die Unterweiſung in der Methode ankommt, als auf Gewinnung von forſtſtatiſchen Reſultaten behufs Uebertragung der⸗ ſelben auf die forſtliche Praxis im großen.

Der erſt ſeit 1883 ¹) neu hinzugekommene Teil der forſtlichen Verſuchsanſtalt hat die Beſtimmung, alljährlich die wichtigſten in den Arbeitsplan der deutſchen forſtlichen Verſuchsanſtalten auf⸗ genommenen Holzarten in der zur Auspflanzung in geeignete Ober⸗ förſtereien erforderlichen Menge zu erziehen, und ſind außerdem in dieſem Teile auf Koſten der Verſuchsanſtalt einige Kulturen mit ſolchen Ausländern angelegt worden.

¹1) Die Gründung der forſtlichen Verſuchsanſtalt für das Großherzogtum Heſſen mit dem Amtsſitze zu Gießen erfolgte ſchon 1882; die Vergrößerung des Gartens konnte aber erſt in dem folgenden Jahre nach Abtrieb eines Teiles des weſtlich angrenzenden Kiefernbeſtandes ſtattfinden. Die Unter⸗ haltungskoſten des der Verſuchsanſtalt gehörigen Teiles des Forſtgartens fließen aus dem Fonds dieſer Anſtalt(Miniſterium der Finanzen), während die Unterhaltung des dem Forſtinſtitute gehörigen Teiles aus dem Fonds des Forſtinſtitutes(Miniſterium des Innern und der Juſtiz) beſtritten werden.