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tiefſten Tiefen der Seele verletzen,- den Willen zur Einheit oͤürfen wir nicht verlieren. UAnd- ſo ſauer es uns werden mag- wir akademiſch Gebiloͤeten müſſen vorangehen. Wir wollen unſere Aberzeugung vertreten, wir wollen in kräftigem Wort offen geißeln, was zu geißeln iſt. Aber der Wille zur Einheit muß uns zu oberſt ſtehen. Kur ſo handeln wir im Geiſt der Gefallenen des Weltkriegs. Freilich: die Einheit, die wir in ihrem Geiſt wollen, iſt vaterländiſche Einheit. Mit der Vaterlanosloſigkeit verbindet uns nichts, keine Rückſicht, keine Gemeinſchaft. Wo aber Wille zum Vaterland iſt, da dürfen wir das Band der Gemeinſchaft nicht zerſchneiden. Endlich: in jenem Willen zum Vaterland lag auch Zu⸗ verſicht. Wir leben nicht im Geiſt unſerer Toten, wenn wir verzagend die rme ſinken laſſen. Sie waren ſtark in ihrer Fuverſicht, obſchon es gegen die ganze Welt zu kämpfen galt.) Ihre Hoffnung erfüllte ſich nicht. Sollen wir oarum alles Hoffen fahren laſſen? Es läßt ſich genug nennen, was wir fahren laſſen ſollen: allzu ſichere Einzelerwartungen, allen leichtfertigen Optimismus. Wir werden vielleicht noch ourch
ſchwere Erſchütterungen hindurch müſſen, die Prophezeiung, daß die Talſohle oͤurchſchritten ſei, iſt eitel. Wer jetzt mit kurzen Friſten für den wirtſchaftlichen Rufſchwung rechnet, ver⸗ dient nicht ernſt genommen zu werden. Das Rechnen mit kurzen Friſten müſſen wir uns eben abgewöhnen. Die Zuver⸗ ſicht aber gewöhnen wir uns nicht ab. Enoͤlich einmal muß es doch wieder aufwärts gehen! 3 Wenn wir dieſen Willen zum Vaterland von unſeren Ge⸗ fallenen lernen, dann ſind ſie trotz allem nicht vergeblich ge⸗„ ſtorben. Dann trägt die koſtbare Saat auch koſtbare Frucht fürs geliebte Vaterland. 1 3 Im Rnfang des Krieges hatten wir, wenn eine Todes⸗ nachricht zu uns kam, oft oͤas ſtarke Empfinden: Es muß ſchwer ſein, jetzt zu ſterben, da die Entſcheibung des Krieges noch ausſteht, ſchwer zu ſterben, ohne zu wiſſen, ob Deutſch⸗ land ſiegen wird. Nach dem Ende des Krieges kam der andere ½
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