—
—ꝭ—᷑—O.F᷑ę:9:—ꝭQꝭQO—Q—ꝭBUOA˖‧·—Bn——;
alles. Heut redet mancher- in Deutſchland!- vom ſogenannten Vaterland oder- wegen deutſchlands Vielgeſtaltigkeit- von
„unſeren ſogenannten Vaterländern. Damals war die Loſung:
Deutſchland muß leben, und wenn wir ſterben müſſen! Heut heißt ſie anders: Ich will leben, mag aus der Welt werden, was ſie will!l Eng wäre damals der Blick der todesbereiten deutſchen Jugend geweſen? Ich ſage: Weltenweit war er, ge⸗ meſſen an der unſagbaren Enge, die uns heute umgibt.
Liegt Deutſchland in Todeszuckungen? Macht es ſich be⸗ reit zu ſterben? Hat es ſeine Zeit gehabt? Dies große, ſtarke, arbeitsfreudige Volk? Nicht ganz wenige urteilen ſo. Ruch Wohlgeſinnte meinen, unſer Ende ſei nahe. Wundern wir uns deſſen? Schwer krank iſt unſer Volk. Vielleicht wir alle mit? Wir ſind doch auch Volk? Sein Blut fließt doch in unſeren Roöern! Wir atmen doch mit ihm die gleiche Fieberluft. Wir kämpfen doch mit ihm die gleichen Seelenkämpfe. Wie dͤe große Müdigkeit keinen ganz verſchont hatte, ſo auch die große Krankheit nicht. Die Krankheit, deren Kennzeichen es iſt, daß wir uns ſelber alles ſind und daß uns das Vaterland nichts iſt. Wir oͤürfen dennoch nicht an Deutſchlands Ende glauben. Wenn wir èran glaubten: wir täten Totengräberdienſte am eigenen Volk.
Nein! Deutſchland ſoll geſund werden! Dazu muß es dorthin ſchauen, wo geſundes Teben war; muß ſich in die Herzen derer verſenken, die ſterben wollten, damit Deutſchland leben könne. Das iſt die Saat, die aus ſenen Opfern em⸗ porſprießen ſoll: neues, geſundes, vaterländiſches Teben. Wenn unſere Gefallenen uns dazu helfen, dann iſt ihr Toô wahrlich nicht vergeblich geweſen. Wille zum Vaterland. Er mag uns heute ſchwerer, viel ſchwerer werden als ſonſt, denn das Vvaterland iſt jetzt anders geſtaltet, als es vielen von uns erwünſcht und lieb iſt. Und es vermag, arm und brüchig geworden, das nicht mehr zu geben, was es früher ſeinen Bürgern, was es auch ſeiner akademiſchen Jugendò geben konnte. dennoch: wir müſſen oen Willen zum Vaterland, der unſere Gefallenen beſeelte, in uns neu zum Ueben bringen.


