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Die Giessener Beteiligung an dem Fichteschen Atheismusstreit / eingereicht von Friedrich Herweck, geboren in Darmstadt
Entstehung
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849 ff., in denNeuen theologischen Annalen 17909, 577, und in derNeuen allgemeinen deutschen Biblio- thek, Bd. 57, S. 401. Mit nur zwei Zeilen fertigt diese die Schaumannsche Erklärung ab:In der Schau- mannschen EFrklärung finden wir ebenfalls nicht Be stimmteres oder Eigenes über die Hauptfrage. Die Neuen theologischen Annalen erklären sich einverstanden mit derMaxime, aus der diese Erklärung floß.Mit Ach- tung muß es Rez. bezeugen, daß, selbst in einem so be- denklichen Zeitpunkte, Schaumann keine Bedenken trägt, nicht nur das einmal aus Uberzeugung angenom- mene System beizubehalten, sondern sich auch öffentlich für seinen Freund zu verwenden und ihn nicht, wie un- zählige andere, zu verlassen. Der Rezensent stellt ihn als ein Muster hin für die,die aus Menschenfurcht keinen kräftigen Gedanken unter ihrem Namen ins Publikum zu bringen wagen. Weniger gefällt dem Rezensentendie Seichtigkeit undder deklamatorische Ton, die unver kennbar im ganzen Buche herrschen. Am ausführlich- sten findet die Schaumannsche Erklärung Bespre- chung in derErlanger Literatur-Zeitung, zugleich aber auch ihre ausführlichste Verurteilung.Anstatt einen ruhigen, innigen, edeln Forscher und Verteidiger der Wahrheit in Herrn Schaumann wieder zu finden, sieht man einen ekstatischen, erhitzten, pretiösen Apostel, der die Rostra besteigt, um das Publikum, es koste, was es wolle, und wenn es auch die Mitgift des schlichten Menschenverstandes sein sollte, mit Rednerkünsten und geheimnisvollen Formeln zu magnetisieren, zu exaltisie- ren, zu transcendentalisieren, kurz in eine Kirche von neuen Sehern zusammen zu treiben.Schwerlich, So ruft der Rezensent aus,Konnte die Verteidigung des Herrn Fichte in schlimmere Hände fallen.

Uber Verbreitung und Ansehen der beiden Schriften außerhalb der gelehrten Zeitungen, insbesondre im Kreise hessischer Theologen, sind die Mitteilungen sehr spärlich. Nur der Schmidtschen Nachricht wird einegroße Popularität nachgerühmt.) Von Wichtigkeit ist noch

¹) Vgl. Fr. Ludwig Textor, Charakteristik der jietzt lebenden bekanntesten hessen-darmstädtischen Theologen und Prediger, Gießen und Darmstadt 1801, S. 67.