nauerer Ansicht der Stellen nicht enthalten.... Zzu denken: Ob der Verfasser am Ende auch wohl nur mit dem Leser habe spielen wollen?“ Denselben Standpunkt vertritt der Pezensent in der Neuen allgemeinen deut- schen Bibliothek. Er nennt es ein„Gaukelspiel“, zu be- haupten,„Fichtens Lehre sei die Lehre der lutheri- schen Kirche. Denn das ist sie doch gewiß nicht, wie Herr Schmidt selbst überzeugt sein muß, wenn sie auch sonst noch so unschuldig wäre“. In den neuen theo- logischen Annalen wird die„Nachricht“ ein verunglück- ter Versuch eines Verfassers,„der in einem fremden Felde sich bewegt“ genannt.„Sie tut eigentlich gar nichts für die Aufklärung und Berichtigung der streitigen Sache. Wäre der Gegenstand nicht zu wichtig, so könnte sich Rezensent des Gedankens nicht erwehren, daß es mit der ganzen Schrift eine derbe Satyre und Geisel unsres Zeit- alters haben gelten sollen“. Dennoch wird der„Ernst, der durch und durch herrscht“, anerkannt, dagegen„jeg- liche UÜberzeugungskraft“ abgesprochen. Anerkennend sprechen sich die beiden anderen Zeitschriften aus. Die „CGothaische Gelehrte Zeitungen“ folgern zwar aus dem Vergleich der Fichteschen Lehre mit älteren Theo- logen„Keineswegs die philosophische Richtigkeit der Fichteschen Behauptungen, aber doch den Ungrund der gegen ihn erhobenen Beschuldigungen“. Die Schrift selbst wird als eine„von weit größeren Werte(als eine vorher besprochene) in der Tat sehr lesenswürdig“ beur- teilt. In völliger UÜbereinstimmung mit Schmidt findet sich der Rezensent der Ergänzungsblätter.„Mit Scharf- sinn und Gelehrsamkeit, mit Klarheit und Ruhe, wird vom Vf., welcher sich als vielumfassender Theolog auszeich- net, dargetan: wie nahe sich die Fichteschen Er-— klärungen über die Gottheit an einen Teil der bereits allgemein bekannten Sätze von Gott, und wie sie sich be- sonders an diejenige anschließen, welche in den theologi- schen Lehrbüchern der Protestanten unmittelbar nach der Reformation sehr gewöhnlich gewesen sind. Dieses Zusammentreffen ist nicht minder auffallend als unleug- bar“.
Schaumanns Erklärung ist besprochen in der „Erlanger Literatur Zeitung“, hsg. von Meusel. No. 106,


