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ebenso ein Handeln Gottes in„der Gewißheit der Unter- stützung und Belohnung des Tugendhaften, der Hinde- rung und Bestrafung des Lasterhaften, also mit einem Wort einer göttlichen Weltregierung“. Betreffs des Zzweiten Satzes handelt es sich darum, ob man unter Sub- stanz etwas sinnlich Wahrnehmbares versteht oder nicht. Die neuere Philosophie, d. h. Fichte, will durch ihre Leugnung GCottes als einer besonderen Substanz nur ver- mieden wissen, daß die Gotthéit in das Gebiet der sinn-— lichen Wahrnehmbarkeit herabgezogen werde.„Aus diesem Grunde entsagt hier die Philosophie dem Ge— brauch der Ausdrücke Existenz und Substanz.“
In dem ersten Stück des dritten Bandes derselben Bibliothek findet sich die Rezension einer Schrift des Halleschen Professors Eberhard: Versuch einer ge- nauern Bestimmung des Streitpunktes zwischen Herrn Prof. Fichte und seinen Gegnern, Halle 1799. Diese Rezension ist ebenfalls von Schmidt. Eberhard hat in seiner Schrift einen Vergleich der Anschauungen Fichtes mit dessen Gegnern gezogen, dem Schmidt fast durchweg zustimmt. Von Interesse für die Beurtei- lung von seiten Schmidts ist, daß er den Ton, den Fichte gegen seine Gegner anschlug, nicht billigt. „Eez. ist der gleichen Meinung, daß Fichte ungerecht gegen seine Gegner gewesen sei; er beklagt es von Her- zen, daß gerade hierdurch Fichtes Theologie man- chem verdächtig geworden ist, von welchem sich sonst ein richtiges Urteil über dieselbe hätte erwarten lassen“ (S. 147). Bei aller UÜbereinstimmung mit Fichte er-— kennt Schmidt doch die Fehler Fichtes und scheut sich nicht, sie offen auszusprechen. Weitere Rezensionen Schmidts oder Schaumanns, den Atheismus- streit betreffend, sind mir nicht bekannt geworden.


