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Die Giessener Beteiligung an dem Fichteschen Atheismusstreit / eingereicht von Friedrich Herweck, geboren in Darmstadt
Entstehung
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B.

Die zweite Anklage: Die neue Philoso- Phie ist dem Staate gzefäahrlicn.

Diese Anklage gegen die Philosophie ist älter;Ja- kobinismus hieß das Gespenst(S. 93).lch bin ihnen ein Demokra t, ein Jakobiner, Schreibt ein Monat später Fichte selbst in seiner Verantwor- tungsschrift(V, 286). Diese Anklage geht bis in die Jahre 1793 und 1794 zurück, auf dieBeiträge zur Berichti- gung der Urteile des Publikums über die französische Revolution und auf dieZurückforderung der Denk- freiheit.) Schaumann s,Stellt diesen Verdächtigun- gen denGeist der Transcendentalphilosophie in Absicht auf den Staat gegenüber, obwohl er sichmit der Be- merkung begnügen könnte, daß eine Philosophie, die alle ihre Lehren auf das Göttliche im Menschen gründet, dem Staate unmöglich gefährlich sein Könnte(S. 95). Zu- nächst stellt Schaumann der sich im Folgenden, wie wir sehen werden, ganz an Fichtes Grundlage des Naturrechts(Sämtliche Werke II!) hält, fest, daß die Wissenschaftslehre denbisher gar nicht allgemein gel- tenden Satz daß das Recht bloß eine rechtliche Ansicht verstatte, auch scientifisch geltend gemacht habe (S. 90):; sosah der eine in seinen wissenschaftlichen Rechtsentwürfen über den Staat hinaus und wollte ihn zu einem moralischen Reich machen(S. 98). Es ist die Einleitung Fichtes zu seiner Grundlage des Natur- rechtes, was Schaumann hier ausführt. Fichte hatte sich gegen denFormularphilosophen, der dies und jenes denkt,ohne um das Obiekt besorgt zu sein und gegen die Verknüpfung der Rechtslehre mit dem Sitten-

) Vgl. Fichtes Leben 1, 164.