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Die Giessener Beteiligung an dem Fichteschen Atheismusstreit / eingereicht von Friedrich Herweck, geboren in Darmstadt
Entstehung
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III.

Schaumanns Erklärung über Fichtes Abppellation und über die Anklagen gegen die Philosophie.

Eine 8 Seiten lange Vorerinnerung und eine 22 Seiten starke Einleitung schickt Schaumann seinem eigent- lichen Thema voraus. In der Vorerinnerung gibt er seine Absicht kund, die Beschuldigungen, die Fichteschen Aufsätze wie die gesamte Philosophie führe zum Atheis- mus und bringe Gefahr für den Staat, zu vernichten(Vor- erinnerung VI). Die in dieser Sache ergangenen Re- gierungsbeschlüsse„will er dahin gestellt sein lassen“, „weil sie, als solche, nicht philosophisch zu beurteilen sind“(VII). In der Einleitung erinnert er an die Ge- schichte der„Männer, die in älteren und neueren Zeiten ihres ausgezeichneten Geistes und ihres vernünftigen Wahrheitseifers wegen verfolgt oder zu Märtyrern wur- den“(S. 5). Er erinnert an Sokrates und Aristo- teles. an Jesum Christum. Huß, Lutner, Galil ei, Baco, Spinoza, Pufendorf und„um aus der neueren Zeit nur Zweier zu erwähnen“ Les- sing und Semler. Er erinnert an Wolffs Schick- sal und zuletzt an Kant, wie sich„die dogmatischen Theologen“ zuerst auf die Seite des Verfassers der Kritik der reinen Vernunft stellten, wie sich deren Verehrung dann in Haß umwandelte, und wie schließlich Kant einen Verweis erhielt, weil er seine Philosophie„Zu Ent- stellung und Herabwürdigung mancher Haupt- und Grundlehren der heiligen Schrift und des Christentums mißbraucht“.“) Mit Kant hat man noch Einen treffen wollen,„einen Mann, der ihm dem Geiste nach wohl

¹) Aus dem Schreiben König Friedric h Wilhelms II. an Kant: abgedruckt bei Schaumann S. 14/15.