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inconceptibilem, indefinibilem, non imaginabilem u. S. f. Sie haben von jeher gesagt, das Infinitum könne vom Finito nicht gefaßt werden“ S. 20).“) Noch niemand hat behauptet, fährt Schmidt fort, daß jenes Verfahren, die via eminentiae, zu einem Begriffe von Gott führt; bis jetzt haben die Theologen Verstand Gottes, Willen Got- tes, Macht Gottes u. s. f. immer Gott selbst identisch ge— setzt. so z. B. Melanchton)), Hutter), Scher- zer*).„Wenn aber unsre Theologen behaupteten: Deum esse inconceptibilem, so erklärten sie damit doch wohl den Begriff für unmöglich und machten den Glau— ben keineswegs vom Begriffe abhängig“(S. 31). Fichte nat in seiner zweiten Verteidigungsschrift,„den gericht- lichen Verantwortungsschriften gegen die Anklage des Atheismus“, als„erstes logisches Axiom“ aufgestellt: „Wer gewisse Bestimmungen einer Sache(in einem Be-— griffe) leugnet, hebt dadurch nicht notwendig die Sache (den Begriff) selbst auf“(V, 258). Es ist genau dasselbe.¹)
In seinem Schlußabschnitt hatte Fichte einerseits die Existenz eines Gottes nochmals als„das Gewisseste, was es gibt“, betont,“) andererseits hatte er sich aber gegen das„Schulgeschwätz“, den Begriff von Gott als einer besonderen Substanz, gewandt. Das Aufsehen, das diese Stelle erregte, wäre nicht nötig gewesen, meint Schmidt(S. 32), wenn„sie doch nicht vergessen nätten, daß die Theologen von jeher sagten, daß der Gott- heit und dem Endlichen kein conceptus univocus zu- komme“(S. 32), daß auch Duns) und die späteren
¹) Vgl. z. B. Thomas, Summa theol. p. I. qu. 13, axt. 2, 5.
²) Loci Communes theologieci per Philippum Melanchtho- me m,. Basila 1562, S. 19.
¹) Ausgabe wie auf S. 9: S. 95. qu. II, prop. II.
¹) Ausgabe wie auf S. 18: S. 47.
⁵) Dies ist der dritte Fall von UÜbereinstimmung der Schmidt- schen Nachricht mit Fichteschen V erteidigungsschriften.
³) Diese Stelle ist gegen Forbergs Frage„Ist ein Gott’ ge richtet, Philosophisches Journal 1798, S. 41.
*) Vgl. A. Ritschl, Geschichtl. Studien zur christl. Lehre von Gott, in Jahrbücher für deutsche Theologie., Bd. X, Gotha 1865, S. 299, 300, und besonders Reinhold Seeberg, Die Theologie des
der Theologie und der
Johannes Duns Scotus, in Studien zur Gesch. Kirche, Bd. V. S. 110/111, Leipzig 1900.


