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buchhändler. Die Verfasser sind, wie die Titel der beiden Schriften bereits ergeben, Johann Ernst Christian Schmidt, seit 5. März 1798 ordentlicher Professor der Theologie“*) in Gießen, und Johann Christian Cottlieb Schaumann, Seit 7. Mai 1794²) ordentlicher Professor der Philosophie in Gießen(vorher Privatdozent in Halle).) Die Zeit der Veröffentlichung ist nur bei Schaumanns EFrklärung genau angegeben: 22. Fe- bruar 1799, also ungefähr einen Monat nach dem Er- scheinen der Appellation. Die Schmidtsche Nach- richt enthält nur eine Notiz des Verlegers, der für„die bevorstehende Ostermesse“ Bücher aus seinem Verlage ankündigt. Danach wäre die Schmidtsche Schrift vor der Ostermesse 1790 erschienen. Ein genaueres Da- tum findet sich in der„Allgemeinen Bibliothek der neue- sten theol. Literatur“, Band 2, Stück 3, S. 519/520, WO Schmidt kurz über die Literatur für oder gegen Fichte referiert. Dabei findet sich folgender Satz: „Zugleich müssen wir auch, wegen der von uns geliefer- ten Nachricht über den Fichteschen Atheismusstreit, auf diese Verantwortungsschrift, die ungefähr zu gleicher Zeit mit unsrer Nachricht geschrieben worden ist, ver-—
¹) Wie die Vorlesungsverzeichnisse S. S. 1798, W. S. 1798/99 und S. S. 1790(dasienige von W. S. 1790/1800 fehlt) nachweisen, waren Schmidt die Vorlesungen der historischen Exegese hauptsächlich zugeteilt.
2) Die Daten sind entnommen aus: Die Universität Gießen, Pestschrift zur dritten Jahrhundertfeier. hsg. von der Universität Oießen, Gießen 1907.
³) Von den andern in Frage kommenden Gießner Professoren Bechtold, Schulz, Palmer(theol. Fakultät) und Snell (phil. Fakultät) ist mir keine den Fichtesc hen Atheismusstreit behandelnde Schrift bekannt geworden. Die Ankündigung Bech- tolds im Vorlesungsverzeichnis S. S. 1799„Erörterung einiger durch die neuere Philosophie in unsrer Theologie veranlaßten contro- wersen Fragen“ läßt allerdings schließen, daß er wenigstens mündlich, in den Vorlesungen, demselben eine Beurteilung widerfahren ließ. Vorausgesetzt allerdings, daß Zuhörer anwesend waren. und er nicht wieder am Ende des Semesters hat erklären müssen:„Wegen Mangel an Studenten habe ich nicht gelesen, mich aber dafür mehreremal sowohl öffentlich am schwarzen Brett als privatim erboten.“(Uni- wersitätsarchiv, Verzeichnis der gehaltenen Vorlesungen von Michae- lis 1797 bis Ostern 1798.)


