rung“ und„Entwickelung des Begriffes der Religion“ bildeten denn auch bald den Gegenstand der„in großer Menge““),„an der Zahl ungefähr 40“²), erschienenen Schriften und Flugschriften, denen von Fichte selbst im März 1790 noch„Der Herausgeber des philosophi- schen Journals gerichtliche Verantwortungsschriften ge- gen die Anklage des Atheismus“ hinzugefügt wurde. „Männer, welche Fichtes Schriften sonst gar nicht lesen und lesen konnten, lesen, geleitet durch Neugierde und durch ein gewisses Mitleiden, wenigstens seine Ap- pellation und werden seine Verteidiger. Fichte, der als philosophischer Kopf geachtet war, hat nun eine Art von politischer Celebrität bekommen. Das Verfahren gegen ihn hat allgemeines Aufsehen erregt...“.“*) Die wissenschaftlichen Zeitschriften des Jahres 1799, wie die Erlanger Literaturzeitung, die Gothai- schen gelehrten Zeitungen, die neuen theologischen Annalen und das neueste theologische Journal sind angefüllt mit Ar- tikeln über den Verlauf des„Falls Fichte“ oder bringen Besprechungen der aus diesem Anlaß erschienenen Schriften. Unter diesen Schriften befinden sich auch zwei, die als Verfasser Gießner Pro-— fessoren haben: Johann Ernst Christian Schmidt 8, ordentlichen Professors der Theologie in Gießen, Nach- richt an das ununterrichtete Publikum, den Fichte- schen Atheismus betreffend, Gießen 1790 bei Georg Friedrich Heyer, und: Erklärung über Fichtes Ap- pellation und über die Anklagen gegen die Philosophie, eine Beilage zu der genannten Fichteschen Schrift von Dr. J. C. G. Schaumann, ordentlichem Pro- fessor der theologischen*) und praktischen Philosophie in Gießen. Gießen 1790 bei H. G. Stam m, Universitäts-
¹) Neue theologische Annalen 1799. S. 382.
²) Allgem. Bibliothek der neuesten theolegi- Sechen Literatur, nse. von J. E. Chr. Schmi dt., Gießen, Bd. 2, St. 3, S. 518.
³) Neue theol. Annalen 1709. Beilage zu St. 23, S. 563.
*) Soll wohl theoretischen heißen? Vgl. Strieder, Grund-
lagen zu einer Hess. Gelehrten- und Schriftsteller-Geschichte. Cassel 1799. Bd. 12, S. 256.
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