VI.
Schlußwort.
Mit dieſen langen Erörterungen kann ich meine Recht— fertigungsſchrift nunmehr abſchließen. Ich habe alles geſagt, was ich ſagen mußte. Höchſtens hätte ich noch zweierlei hier hervorzuheben. Das eine betrifft den Ausdruck„Schönheits- fehler“, der ganz entgegen meinen Intentionen in Gießen faſt zu einem geflügelten Worte geworden iſt. Das andere bezieht ſich auf diejenigen reſſortmäßigen Beratungen, die mit dem Ausbau und der Erweiterung des veterinär⸗mediziniſchen Stu diums an der Univerſität Gießen zuſammenhängen.
Was das Wort„Schönheitsfehler“ anbetrifft, ſo iſt das— ſelbe vielfach mißverſtanden worden, aber nur deshalb, weil man meine ſtatiſtiſche Studie leider viel zu flüchtig geleſen hat. Ich habe dort nicht geſagt, daß die Veterinäre in Gießen ein Schönheitsfehler der Univerſität darſtellten, vielmehr heißt es an der betreffenden Stelle ganz unperſönlich:„Eine große Anzahl von Immaturi iſt und bleibt ein ernſter Schönheitsfehler jeder Univerſität.“ Aus dieſer Formulierung, die ich mit Vorbedacht gewählt habe, geht meines Erachtens hinreichend klar hervor, daß ich die Inſtitution und nicht die einzelnen Perſonen, die mich gar nichts angehen, mit meiner Kritik habe treffen wollen.—
Was den zweiten Punkt anbetrifft, die Vorgeſchichte der neueſten Entwickelung des Veterinärſtudiums und die Grün— dung eines ſelbſtändigen veterinär⸗mediziniſchen Kollegiums,


