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angeſtrebt würde, und daß eine befriedigende Löſung dieſer Frage aller Wahrſcheinlichkeit nahe bevorſtehe.“
4. Die Fakultät erachtet meinen Artikel aus dieſem Grunde als„ſehr wenig glücklich“.
Welchen Gebrauch haben nun die Herren Sommer und Pfeiffer von dieſer, doch ziemlich eng begrenzten, Ermächtigung gemacht?
1. Aus einer„Erwiderung“ wurde ein feierlicher „Proteſte.
2. Mein„ſehr wenig glücklicher“ Artikel wurde in der Zeitung als„größtenteils unrichtig“,„völlig unan gebracht“ und als eine„Handlung, deren Beurteilung der ÖOffentlichkeit anheim gegeben wird“, bezeichnet. Meine Ausführungen werden des ferneren als„der Uni verſität im ganzen ſchädlich“ charakteriſiert. Das nennen die Herren Sommer und Pfeiffer einen„ruhig gehal⸗ tenen Artikel“!!
3. Es wird mit Erfolg der Eindruck erweckt, als ob die Fakultät proteſtiere und der Proteſt dem Kollegium vorgelegt und von ihm gutgeheißen ſei.
4. Es wird fingiert, daß ich ein Anonymus ſei, wobei noch in ſalopper Weiſe aus meiner ſehr durchſichtigen Chiffer B— r. die vieldeutige Br. gemacht wird.
5. Es wird die Erwiderung nicht zurückgezogen oder wenigſtens abgeändert, als den Herren Verfaſſern amtlich und rechtzeitig bekannt gegeben wird, daß am ſchwarzen Brett ein Anſchlag des Herren Rektors angeheftet worden ſei, in dem meine Arbeit ausdrücklich als reine Privatarbeit bezeichnet wird.
6. Der Proteſt wird auch dann unverändert aufrecht erhalten, als ſeine Urheber wiederum amtlich davon verſtändigt werden, daß ich mich im Laufe desſelben Tages am ſchwarzen Brett zum alleinigen Verfaſſer der„Feſtnummer“ bekennen würde, und der Herr Rektor und die Redaktion des„Gießener Anzeigers“ den Herrn Profeſſor Sommer dringlich um die


