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Die Anſchauung, daß mein Aritikel, ſei es im Titel, ſei es in der Verwertung ſtatiſtiſchen Materials, den Schein eines amtlichen Stempels habe erwecken können, weiſe ich auf das Nachdrücklichſte zurück. Sie findet in der Form meiner Veröffentlichung nirgends eine Unterſtützung; ihr Inhalt ſpricht direkt dagegen.
Dr. jur. et phil. M. Biermer⸗ o/. ö. Profeſſor der Nationalökonomie und Statiſtik.“ Obgleich feſtſtand, daß Herr Profeſſor Sommer längſt wußte, daß ich der Verfaſſer jenes Artikels, gegen den er jetzt „Proteſt eingelegt“ hat, ſei, erhielt er doch vom Rektorat ſofort die ſchriftliche und amtliche Mitteilung, daß ich mich, wie in⸗ zwiſchen geſchehen, im Laufe des Freitags zum alleinigen Ver⸗ faſſer und Urheber öffentlich bekennen würde. Gleichzeitig haben ſich ſowohl der Herr Rektor als die Redaktion des„Gießener Anzeiger“ bemüht, Herrn Profeſſor Sommer zur Zurückziehung ſeines„Eingeſandt“ zu bewegen. Herr Profeſſor Sommer hat nicht nur darauf beſtanden, daß ſein Proteſt unverändert abgedruckt werde, ſondern er iſt auch dabei geblieben, von mir wie von einem ihm anſcheinend unbekannten Anonymus, von„einem Herrn Br.“, zu ſprechen. Dieſes Vorgehen des Herrn Profeſſors Sommer iſt ſo un⸗ gewöhnlich, das ich einen Kommentar dazu nicht zu geben vermag. 2. Herrn Profeſſor Sommers Erklärung wird mit den Worten eingeleitet:„gegen welchen(nämlich den Artikel) ich hiermit als Dekan der vereinigten mediziniſchen Fakul— tät Proteſt einlege“. Dieſe Ausdrucksweiſe legt die Annahme nahe, daß die Sommerſche Erklärung vor ihrer Drucklegung im Wortlaut ſeiner Fakultät vorgelegen habe. Das iſt indeſſen nicht der Fall geweſen. Die mediziniſche Fakultät hat die Proteſt— erklärung vorher gar nicht zu Geſicht bekommen und war auch von dem Schriftwechſel zwiſchen dem Rektorat und ihrem Dekan nicht rechtzeitig in Kenntnis geſetzt worden. 3. Soviel über die formelle Seite des„Proteſtes“.— Auf die materielle Seite des Streitfalles hier einzugehen, halte ich nicht


