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Es iſt zu wünſchen, daß die öffentliche Meinung dieſe ganze Sachlage im Auge behält und ſich durch einen derartigen An⸗ griff mit der ungerechtfertigten Wendung gegen die durch die Immatrikulation eo ipso gegebene Gleichberechtigung aller Studierenden nicht in einer Weiſe beeinfluſſen läßt, welche der Stellung und dem Ausbau der Veterinär-Medizin an der Landes⸗Univerſität und nicht minder der Univerſität als Ganzem nur ſchädlich ſein kann. Prof. Dr. Sommer. ¹)
2.
(„Gießener Anzeiger“ vom 2. Juni 1902. „ zeig J
Erwiderung.
„Da ich zwei Tage verreiſt war, iſt es mir erſt heute möglich, auf das„Eingeſandt“ des Herrn Profeſſor Sommer in der letzten Samstag-Nummer des„Gießener Anzeiger“ zurückzukommen. Ich kann mich hierbei auf folgende Feſtſtellungen tatſächlicher Art beſchränken.
1. Am Freitag, den 30. Mai, vormittags habe ich im Ein⸗ verſtändnis und mit Genehmigung Seiner Magnifizenz des der⸗ zeitigen Rektors der Landesuniverſität am ſchwarzen Brett folgende Erklärung durch Anſchlag bekannt gegeben:
„Da eigentümlicher Weiſe immer noch hier und da darüber Zweifel obzuwalten ſcheinen, wer der Verfaſſer des Artikels im„Gießener Anzeiger“ vom 25. d. M.„Statiſtiſches über die Frequenz der Univerſität Gießen“ ſei, erkläre ich, daß ich der Verfaſſer bin. Für dieſe meine Privatarbeit übernehme ich nach wie vor die alleinige perſönliche Ver⸗ antwortung nach jeder Richtung hin.
¹) Zu dieſem Artikel hat die Redaktion des Gießener Anzeigers folgenden Zuſatz gemacht:„Um etwaigen irrtümlichen Vermutungen zu begegnen, ſehen wir uns veranlaßt, im Anſchluß an die obigen Aus⸗ führungen des Herrn Dekans der hieſigen mediziniſchen Fakultät zu er⸗ klären, daß wir ſowohl der Abfaſſung als dem Inhalte der als ‚Feſt⸗ nummer“ bezeichneten Beilage zu Nr. 119 des„Gießener Anzeigers“ völlig fernſtehen“. Die Redaktion des„Gießener Anzeigers“.


