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andere Hochſchulen einen Teil ſeiner Theologen ab. Im übrigen nimmt Gießen, was Theologieſtudierende anbetrifft, längſt nicht die niedrigſte Stelle ein, wie denn überhaupt das Studium der evangeliſchen Theologie in der Frequenzziffer aller deutſchen Hoch⸗ ſchulen mit der Entwickelung der anderen Fakultäten lange nicht Schritt gehalten hat.
Auch die juriſtiſche Fakultät in Gießen trägt, da Gießen nicht als Vergnügungs-, ſondern als Arbeitsuniverſität bewertet wird und infolgedeſſen von dem„Zuge nach dem Weſten“ kaum einen nennenswerten Vorteil hat, einen vorwiegend landsmann⸗ ſchaftlichen Charakter. Die Juriſten zeigen zwar in dem letzten Jahrzehnt eine Zunahme von 100 pCt., aber in dem letzten Luſtrum hat ſich die Vermehrung nur in verhältnismäßig engen Grenzen ungefähr auf der Höhe von 200 Studierenden gehalten. Faſt alle Studierenden der Jurisprudenz gehören dem Groß— herzogtum Heſſen an. In dem jetzt laufenden Sommerſemeſter iſt die Höhe von 207 erreicht worden, eine Zahl, die allerdings ſeit 1829 auch nicht annähernd erſtiegen worden iſt. Freilich muß man hierbei, wie ſchon oben angedeutet, den gleichzeitigen Rückgang des kameraliſtiſchen Studiums mit berückſichtigen. Denn wenn nicht dieſes Studium in zeitgemäß reformierter Form wieder auflebt, was u. E. zu wünſchen iſt, werden die heſſiſchen Juriſten berufen ſein, als beati possidentes von den kameraliſtiſchen Stellen Beſitz zu ergreifen.
Die eigentliche Zunahme der Studentenzahl der Ludoviciana, die auf Zuzug aus anderen Bundesſtaaten, wie ſchon hervor⸗ gehoben, beruht, mußte ſich alſo in den beiden Fakultäten zeigen, wo eine größere Freizügigkeit der Studierenden tatſächlich oder rechtlich vorhanden iſt, bezw. in denjenigen Fächern, die neuer— dings mehr in Aufſchwung gekommen ſind. In der philoſophiſchen Fakultät kommen hier namentlich die Mathematik, die Natur⸗ wiſſenſchaften und die neuere Philologie in Frage. Die Zahl der Mathematiker hat ſich ſeit 1896 beinahe verdreifacht, die der Naturwiſſenſchaftler, ausſchließlich der Chemie, vervierfacht und diejenige der neueren Philologen verdoppelt. Die Zahl der Che⸗
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