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Mein Konflikt mit den Gießener Veterinären und der medizinischen Fakultät daselbst : eine aktenmäßige Darstellung der in Frage kommenden Vorgänge mit einem kritischen Nachwort / von Dr. jur. et phil. M. Biermer, o. ö. Professor der Nationalökonomie und Statistik
Entstehung
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miker und Pharmazeuten hält ſich ſeit Jahren ziemlich konſtant, etwa auf der Durchſchnittshöhe von 65, etwa zwiſchen 50 und 80. Die übrigen Fächer der philoſophiſchen Fakultät, namentlich die klaſſiſche Philologie und die Geſchichte, zeigen in der Zuhörerzahl keine beſonders nennenswerten Schwankungen.

Eine Sonderſtellung nimmt das forſtwiſſenſchaftliche Studium in Gießen ein. In der erſten Zeit ſeines Beſtehens iſt die Fre⸗ quenz nicht allzuſtarken Schwankungen unterworfen; ein Höhepunkt wird im Winter 1862/63 mit 59 Hörern erreicht. In den 90er Jahren läßt dann der Beſuch wieder ſtark nach, ſteigt aber in den letzten Semeſtern faſt andauernd und erreicht in dieſem Semeſter die Zahl 54, die nur 1863 um eine Kleinigkeit überholt worden war.

In der mediziniſchen Fakultät herrſcht bekanntlich die größte Freizügigkeit. Es hängt dies mit der reichsgeſetzlichen Ordnung des Prüfungsweſens zuſammen. Die Mediziner erreichen in den 60er Jahren vorübergehend wieder die Zahl 100, die ſie ſchon früher gelegentlich überſchritten hatten. Von 1865 bis zum Ende der 80er Jahre bewegt ſich die Zahl, von einem Semeſter ab⸗ geſehen, erheblich unter 100, und von da an etwa bis in die Mitte des neunten Jahrzehntes iſt die Zahl der Mediziner etwas über 100 und ſteigt dann über die zweite Hälfte des zweiten Hunderts hinaus. Der Höhepunkt wird im vorigen Winterſemeſter mit 171 erreicht. In dieſem Semeſter iſt ein nicht ganz unerheb⸗ licher Rückgang auf 157 zu verzeichnen. Drei Fünftel der Medizin⸗ ſtudierenden ſind Nichtheſſen, während von den Naturwiſſenſchaft Studierenden die größere Hälfte nicht aus Heſſen ſtammt.

Bekanntlich ist die Giessener medieinische Fakultät die einzæige deutsche, in die das Tieraræneistudium organisch einge- gliedert ist. Das Veterinärstudium an der hessischen Landes- universität besteht seit 1828 ununterbrochen, bietet aber lange Zeit nur sehr bescheidene Zuhörerziffern. Bis 1866 wird die Zahl 30 niemals erreicht und die Zahl 20 wird nur im Jahre 1866 überschritten. Von 18671883 weist der Halbjahresdurch- schnitt nur 12 Feterinüre auf. Die eigentliche Zunahme der