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Der Streit um die theologische Fakultät zu Gießen : sechs Aktenstücke mit Vorbemerkungen und einem Nachwort / herausgegeben vom Vorstand der Kirchlich-positiven Vereinigung für Hessen
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26 einzelnes aufzählen. Die ren D. Krügen, D. Baldenſperger, D. Eck ſind Mitglieder der K Henneneind e e trotun in Gießen. Es hat niemals verlautet, da in dieſer Stellung oppoſitlonelle Führer geweſen wären. D. S Sian und D. Eck dienen, ſeit ſie in Gießen ſind, aus freien Stücken der Gemeinde im Gottesdienſt: ſie predigen jährlich jeder etwa zehnmal. Es iſt uns niemals zu Ohren gekommen, daß unſere Predigttätigkeit Anſtoß erregt hätte. Wehl aber dürfen wir es mit Freuden ausſprechen, daß wir dieſe freie Tätigkeit nicht ganz ohne Erfolg geübt zu haben glauben. Naturgemäß fällt dem Vertreter der praktiſchen Theologie in der Fakultät der größte Anteil an praktiſcher Wirkſamkeit in der Landeskirche zu. D. Schian ſitzt im Vorſtand des Landesvereins und des Oberheſſiſchen Vereins für Innere Miſſion, er iſt Vor⸗ ſtandsmitglied des Landesvereins des Evangeliſchen Bundes und des Ausſchuſſes für die Evangeliſche Bewegung in Oeſterreich, er hat als Vortragender 1908 an einem Inſtruktionskurſus für Innere Miſſion in Darmſtadt teilgenommen, in Stadt und Dorf hat er ſeine Kraft mannigfach evangeliſchem Vereinsleben zur Verfügung geſtellt. Er iſt der Mitbegründer der Konferenz für evangeliſche Gemeindearbeit, die im nächſten Monat in Darmſtadt ihre zweite Tagung erleben will. Aber auch wir anderen, wenn auch in gerin⸗ gerem Maße, haben an dieſer Arbeit unſeren Teil. Wir ſind in hießen, Worms, Mainz wiederholt auf wichtigen Verſammlungen des Evangeliſchen Bundes bei Gelegenheit der Aufregung über die Caniſius-, die Borromäus⸗Enzyklika, in Friedberg bei den Tagungen des Vereins für Aeußere Miſſion aufgetreten. Wir haben, als die

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Pfarrer der Stadtgemeinde Darmſtadt uns riefen, uns ſofort zur Abwehr der radikalen Theſen des Philoſophen Arthur Drews zur Verfügung geſtellt. Wi haben der Aufforderung derſelben Stadt⸗

eiſtlichkeit Folge geleiſtet und im vorigen Winter in fünf vorzüg lis beſuchten wiſeenſchaftlichen Vorträgen über religiöſe Fragen rückhaltlos, aber in poſitiv aufbauendem Sinne unſere Meinung geäußert. Das alles geſchähe, wir wollen nicht ſagen in der Abſicht, aber doch mit dem Nebenerfolgvorwiegend negativ kritiſcher Wirkung? Es iſt poſitiv⸗kirchliche Wirkſamkeit. Nie mand darf wagen, das in Abrede zu ſtellen. Warum wird es ver⸗ ſchwiegen? Warum vor dem Großh derzoglichen Oberkonſiſtorium und vor Eurer Königlichen Hoheit ſelbſt der Schein erweckt, als ob dieſe Tätigkeit der Fakultät für ein Geſamturteil über ihre Wirk⸗ ſamkeit gar nicht in Betracht käme? Wir haben von uns ſelbſt

den müſſen. Die Verantwortung dafür wird auf die zurückfallen,

die uns dazu

nötigen was geſagt haben,berührt freilich das Amt nicht unmittelbar, in de Eure Königliche Hoheit uns als Glieder der

niverſität berufen haben. Die Wiſſenſchaft ſere Pflich t, unſere Ehre. Die Verfaſſer der Ein⸗