52 Paul Drews.
Superintendenten emporgeſtiegen und längſt ordentlicher theologiſcher Profeſſor war, einen Getreidehandel an„zum Behuf der Kayſerl. und preußiſchen Magazine“; und als er von einem Juden beim fürſtlichen Konſiſtorium verklagt wurde, ließ er ſich auf dieſe Klage ein,„wogegen von Seiten der Univerſität proteſtirt und dem Herrn Superintendent Schulz ſein Benehmen verwieſen“ wurde.
Das iſt der Mann, der uns im folgenden ein wenig beſchäf⸗ tigen ſoll.
Die Denunziation, die Bahrdt bei der Regierung gegen Schulz anzubringen gewußt hatte, hatte ihre Folgen. Die Fakultät wurde (1775) vom Landesfürſten um ein Gutachten gebeten, und das fiel begreiflicherweiſe zu ungunſten von Schulz aus. Auch Bechtold ſchlug ſich jetzt auf die Seite der Orthodoxie, ohne allerdings da⸗ durch den Frieden mit Benner zu erkaufen. Daß an Bahrdts Stelle übrigens nun ein Orthodoxer berufen wurde, iſt begreiflich; es war dies Johann Michael Lobſtein, wieder eine ſehr unbe⸗ deutende Größe, die nur von 1775— 1777 der Fakultät angehörte.
Infolge des für Schulz ſo belaſtenden Fakultätsvotums ging dem akademiſchen Senat vom Landgrafen am 19. April 1776 fol⸗ gender Auftrag zu:„Nachdem wir nun keineswegs gemeynet ſind ſothanem pflichtwidrig und ſtrafbaren Beginnen(gemeint iſt Schulz's Heterodoxie), falls er deſſen mit Beſtand der Wahrheit überzeugt werden könnte, ſorglos und tacendo nachzuſehen; Als befehlen Wir euch hiermit gnädigſt, daß ihr zu Vermeidung fernern Unfugs und daher zu befürchtenden allgemeinen Aergerniſſes, wie auch unaus⸗ bleiblichen Schadens und Nachtheils der Univerſität obgedachten Professor Schulz über beiliegende Fragen vernehmet, ſeine cate- goriſche praecise und nicht auf Schrauben geſetzte ſchriftliche Er⸗ klärungen erfordert, und ſolche ſamt eurem desfallſigen zuverläſſig und unpartheiſchen Bedencken, und gleichmäſig gewiſſenhaften Bericht, wie der bey mehrbemeldtem Professor Schulz hie und da in zwei⸗ deutigen Ruf gekommenen Lebens Wandel beſchaffen ſey, demnächſt behörig einſendet.“
Man ſieht, die Regierung, in der jetzt ein Mann wie Moſer, der trotz ſeiner pietiſtiſchen Herkunft doch durchaus nicht eng war, die maßgebende Stimme hatte, wollte den bei Bahrdt erlebten Skandal ſich nicht erneuern laſſen. So zog ſie von vornherein ernſtere Saiten auf.
Es ſind fünf Fragen, die Schulz zu beantworten hatte. Sie bewegen ſich zunächſt um die rechtliche Lage: ein Gießener Profeſſor
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