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Das Eindringen der Aufklärung in der Universität Gießen / von Professor Drews
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46 Paul Drews.

ſo wie ich es vor D

abwendung öffentlich einreiſender Aergerniſſe,

Gottes Gerichte verantworten kan, geſchrieben zu haben. Ja ich dancke 17751 meinem Gott, der mir zu dieſem Beginnen Muth und Beiſtand pafen verliehen hat. Ich würde Ihm auch dancken, wenn er mich elendensupp'

armen Knecht würdigen ſolte, um ſeiner ſache willen die aller- ſeinem nachteiligſte folgen zu erdulden. Man hat den Eindruck, daß dies ſakult bei Benner nicht bloße Redensarten waren. Dann heißt es weiter: hr üb Was quoad secundum dieteutſche Ueberſetzung meines Programs ecker belanget, ſo bekene vor Ew. Hfl. Dl. ich folgendes auf pflicht und b Gewiſſen: Schon mit dem Anfang dieſes Jahres ſahe ich die aachde Bahrdtiſche Recenſion des Programs in ſeinem teutſchen Franckfurter durch Zeitungsblat Num. 1., wo zu Unterdrükkung der Warheit mir eine gegen unverantwortliche und unverzeihliche Behandlung ſeiner er⸗' wähnten Predig pp. zur Laſt gelegt wurde. Dieſes bewog mich, der G. anſtat mich weiter einzulaßen, zur Ueberſetzung, damit ein jeder Leſer der teutſchen Predig vermittelſt gegenhaltung des teutſchen ſordert Programs die warheit ſehen könte. Ich hoffe zugleich, fals EHDl. dage die ganze Bahrdtiſche Sache hiernechſt unterſuchen zu laßen gnädigſt Bahrd würden, wozu dieſes Program eine der nothwendigſten vorin ſo könte mit Höchſtderoſelben eigenen Augen ſei ihr

Das all⸗

die ebe

geruhen Beilagen abgeben müſte, die warheit deſto ſicherer höchſtgefällig beleuchtet werden. gemeine Misfallen an beregtem Bahrdtiſchen Zeitungsartikel,(davon aänge er erweißlich der Selbſt Verfaſſer iſt) erregte ein ebenſo groſes

Verlangen, das Program teutſch zu ſehen; und es würde an fremden bfaſſ

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Ueberſezzern ſo gewiß nicht verfehlet haben, als füglicher es leß e mir ſchiene, dieſe Arbeit ſelbſt zu thun. Es war wenigſtens Bahrd ſchon acht tage vorher der erſte bogen aus der Preſſe, ehe das dromi gnädigſte Warnungs Reſcript einlangte. Sogleich nach deſen An⸗ lenb blick beſchied ich den Buchführer Krieger zu mir, laß ihm ſolches er h von Wort zu Wort vor, gab es ihm ſelbſt in die Hand zu leſen, be⸗ andle hielte die Correctur des folgenden Bogen nebſt dem Manuſcriptſein ohne zu corrigiren bei mir, warnte ihn vor ſchaden und verbot Bay⸗ ihm alles weitere Beginnen. Zu noch mehrerer Sicherheit erbot ich direk mich etliche Tage hernach dem Drucker ſeinen Arbeitslohn und auf⸗ Faku gewendetes Papier ſelbſt zu bezahlen, damit er nichts über Verluſt jenn zu klagen hätte. Dadurch habe ich verhindert, daß nicht ein Blat ſeiten von dieſer von mir ſonſt unſchuldig geachteten Ueberſezzung dem eſond Publico zu Geſicht kommen darf. Ew. Hochf. Dchl. dem ewigen Seegen 9 des Gottes der warheit brünſtig empfehlend verharre ich mit devoteſter ahrd submission bis an das Ziel des kurzen Ueberreſts meiner Tage ſei de Ew. unterthänigſter pflichtſchuldiger D. Benner.