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Berufung 2. Januar vor allem Berufung hrem Ent⸗ fmag hier chnend iſt.
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Das Eindringen der Aufklärung in der Univerſität Gießen. 43
annimt, welches ich faſt glauben darf, daß dieſe Stelle nach allen Abſichten des hohen collegii, ſo dafür ſorget, beſezt würde. Daneben ſchäme ich mich nicht den Dr. Bahrd in Erfurt auch beſonders zu nennen; Er hat mich vorigen Sommer beſucht, und ohnerachtet mancher aus Leipzig entlenter Erzälungen, ſuche ich Ihn ſogar in unſere Lande zu bringen. Seine Denckungsart iſt ſehr gut, ohne Furchtſamkeit, ſeine Einſicht ſchon gros, ſeine äußerliche Auffürung ſehr angenem; und Er würde es ohne Bedenken annemen. Die Superintendentur hat wol noch beſondre Einkünfte; in dem Falle könte wol 150 oder 200 fl von jener Beſoldung gleichſam aus⸗ geworfen werden, wenn es ſonſt für gut erachtet würde, einem jungen würdigen Magistro professuram extraordinariam zu ertheilen, um noch mehr auf der Vniuerſität den Flor der Gelerſamkeit zu be⸗ fördern, und könte ich mich engagiren, ein subiectum herzugeben, da ich etliche hier zugezogen oder beibehalten habe.
Uebrigens habe ich von berliniſchen Freunden ſo gar beſonder Kentnißen mitgetheilt bekommen, von dem erhabenen und edlen Geiſt, der Ew. Hochwohlgeb. Gnaden auszeichnete, bey dem Auffenthalte in Berlin, welchen alle preußiſche gute Unterthanen verewigen helfen. Deſto größer iſt die Submission, mit welcher ſich zu beharrlichen Gnaden empfielet
Ew Hochwohlgeboren meines Gnädigen Gönners ehrerbitiegſter untertheniger
Joh. Sal. Semler.
Halle, d. 22. Januar 1771.
Am Rande folgt noch die Bemerkung:„Was ſolte der würdige Dr. Benner denken, wenn Er den nicht ganz orthodoxen Semler unter und neben Sich bekäme! Predigen möchte meine Bruſt nicht aushalten“. Darnach ſcheint Heſſe ſogar den Wunſch geäußert zu haben, Semler möchte ſelbſt nach Gießen kommen.—
Bahrdts Wirkſamkeit auf Katheder und Kanzel erregte bald auf das Lebhafteſte die Gemüter. Er gab im Frühjahr(die Vor⸗ rede iſt vom 20. April datiert) 1772 als erſtes literariſches Werk ſeiner Gießener Zeit einen Band Predigten heraus.(Frankfurt a. M bei Franz Varrentrapp).„Benners Geſchrei, daß ich in der Lehre von der Dreieinigkeit nicht rechtgläubig ſey, haben ſie veranlaßt“, ſagt Bahrdt in der„Geſchichte ſeines Lebens“(II, S. 188).„Ich ſuchte mich vor der Welt zu rechtfertigen, und trug doch im Grunde


