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Das Eindringen der Aufklärung in der Univerſität Gießen. 41
hat ſich die Regierung ein„Bedenken“ von dem Leipziger Profeſſor Erneſti erbeten(es war auf Bechtolds Veranlaſſung, wie wir ſahen, und durch ſeine Vermittlung eingeholt worden; es ſteht bei Pott g. a. O. S. 325 f.).„Nachdem nun daſſelbe für erſagten Dr. Barth ausgefallen, geſtalten derſelbe ihn für keinen heterodoxen Geiſtlichen hält, welchem kein öffentliches Lehramt nicht anvertraut werden könnte, auch nach beſchehener Prüfung der Barthiſchen Schriften, beſonders aus deſſen jüngſthin herausgegebener Dogmatic das gerade Gegentheil erhellet, immaſſen derſelbe darinnen das Ge⸗ heimniß der H. Dreyeinigkeit vollkommen ſo erwieſen, wie es in der H. Schrift enthalten iſt, und ſich alſo dem publico als einen voll— kommenen Orthodoxen gezeiget hat; Und Wir dann bey ſolchem Erfund nicht einſehen, warum Wir von Unſerer bereits ertheilten gnädigſten Reſolution in Berufung dieſes Dr. Barths zum 4. Pro⸗ feſſor bey der theologiſchen Fakultät zu Gießen, als eines guten und brauchbaren Subjecti abzugehen Uns bewogen finden ſolten, ſondern bey deſſen Vocation hierzu lediglich es bewenden laſſen, als laſſen Wir Euch ſolches zur Nachricht mit dem weitern Bedeüten hierdurch ohnverhalten, daß wir unterm heutigen dato Unſerm Superinten⸗ denten und Profeſſor Dr. Bechtold zu Gieſen, das weitere wegen der nunmehro an erſagten Dr. Barth abzulaſſenden bereits expedirten Vocation das nöthige aufgegeben haben.“ Das war die Antwort der Regierung an die Univerſität.
So wurde alſo Bahrdt endlich doch berufen, aber erſt am 9. Fe⸗ bruar 1771. Am 11. Mai hielt er ſeine Antrittspredigt als Veſper⸗ prediger an der Pankratiuskirche, denn auch dieſes Amt war ihm gleich— zeitig mit der theologiſchen Profeſſur übertragen worden. In ſeiner Lebensbeſchreibung“ hat er über dieſe ſeine erſte Gießener Predigt ausführlich berichtet. Zu ſeinem Lobe können die dabei niedergelegten Selbſtbekenntniſſe kaum gereichen, denn er charakteriſiert ſich hier einfach als Komödianten.(II, S. 146 ff.) Am 15. Mai hielt er ſeine Antrittsvorleſung als Profeſſor und am nächſten Tag unter⸗ ſchrieb er den üblichen Religionsrevers, in welchem er ſich„an eines geſchworenen leiblichen Eides ſtatt“ auf die lutheriſchen Symbole verpflichtete.—
So war alſo die vierte theologiſche Profeſſur beſetzt. Was aber wurde aus der noch erledigten zweiten Stelle? Wir hörten ſchon, daß, als Miller und Nöſſelt abgelehnt hatten,— auch Herder ant— wortete mit Nein(Haym, Herder I, S. 453)— man an Erneſti und an Semler ſich um Vorſchläge wandte. Von der Anfrage bei


