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Das Eindringen der Aufklärung in der Univerſität Gießen. 39
Univerſität der Befehl ergangen ſei, Bahrdt„zur vierten Profeſſion der Theologie zu vociren“, daß aber inzwiſchen die Nachricht ein⸗ gegangen ſei,„daß dieſer Dr. Barth in Articulo Mysterii Trini- tatis irrige Principia hegte“. Wäre dies begründet, ſo ſollte er nicht berufen werden. Die Univerſität ſoll fürs erſte„Bericht und Bedenken“ darüber erſtatten
Sofort berichtete Bechtold über dieſe Wendung der Sache an Bahrdt. Sein Brief vom 6. November iſt bei Pott(a. a. O. S. 318 f.) abgedruckt. Man erſieht daraus, daß Bechtold den Geh. Rat von Heſſe ganz auf ſeiner Seite hatte und daß er, Bech— told, es war, der ſchon damals die Abſicht hatte, ein Gutachten Erneſtis in Leipzig über Bahrdts Orthodoxie zu veranlaſſen. Es ent⸗ wickelte ſich jetzt ein leifriger Briefwechſel zwiſchen Bechtold und Bahrdt einerſeits und von Heſſe andererſeits.
Jenem landesfürſtlichen Schreiben gemäß gaben nun die Senats⸗ mitglieder über Bahrdts Glaubensſtand ihre Vota ab. Am aus— führlichſten ſind natürlich die der beiden Theologen. Bechtold tritt, wie zu erwarten, in langer Ausführung warm für Bahrdts Recht⸗ gläubigkeit im Trinitätsdogma ein. Auch Erneſti in Leipzig habe in der theologiſchen Bibliothek(Bd. 10, St. 5, S. 440) ausdrücklich erklärt:„Herr Dr. Bahrdt habe die Lehre von dem Geheimnis der heiligen Dreieinigkeit, in wie weit ſie einem jeden Chriſten neuen Teſtamentes zu wißen nöthig ſeye, wohl abgehandelt“. Wenn Bahrdt gegen die Wittenberger Fakultät, die bereits gegen ihn ent— ſchieden hatte,„manche ohnnöthige Heftigkeit“ bewieſen habe, ſo ſei das menſchlich begreiflich und verzeihlich.
Benners Votum geht mit dieſen Ausführungen Bechtolds aufs Schärfſte ins Gericht. Standen ſie doch auch auf den ſchwächſten Füßen. Ja, Benner wirft ſeinem Kollegen hier offen vor, mit Bahrdt„unter dem Couvert und Adreſſe an den Hofrath Hallwachs zu Alsfeld(der jedoch unwißend des Innhalts, mithin bona fide die Beförderung geleiſtet) correspondenz gepflogen“ zu haben. Benners Schrift endet natürlich abermals mit einer runden Verurteilung Bahrdts. Auffallend iſt, daß von deſſen ſittlichen Anſtößen mit keiner Silbe die Rede iſt. Man ſieht daraus, wie vorſichtig und klug Benner war.
Was die Voten der Nichttheologen betrifft, ſo ſind ſie alle gegen Bahrdts Berufung. Darin kommt Benners Einfluß zum Ausdruck.„Academia meis monitis accessit“, ſchrieb er ſpäter ins theologiſche Dekanatsbuch.


