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Vorgeschichte und Geschichte des Zoologischen Instituts der Universität Giessen und über dessen gegenwärtige Einrichtungen / [...] Herr Prof. Sprengel [...]
Entstehung
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und damit eine tadellose Erhaltung unmöglich macht. Kleinere Skelete stehen in einem Theil der Seitenschränke, während die übrigen die aus älterer Zeit stammenden und daher meistens den heutigen Anforderungen nicht mehr entsprechenden Spirituspräparate enthalten. Es ist meine Absicht, nach und nach diese beiden Samm- lungen zu einer einzigen zu verschmelzen, bezw. eine solche durch Auswahl der geeigneten Stücke daraus zusammenzustellen, die übrigen aber als Vorräthe für etwaige speciellere Untersuchungen aufzuheben. Einstweilen habe ich die wichtigsten im Unterricht verwendeten Ob- jecte, besonders die in neuerer Zeit angefertigten Präparate, aus beiden Sammlungen herausgenommen und auf einem neuerdings ab- getrennten Theil des Corridors zu einer Unterrichtssammlung ver- einigt. Leider hat deren Aufstellung bis zu unserer Versammlung nicht beendigt werden können; vielmehr ist das, was Sie sehen wer- den, nur eine vorläufige Zusammenstellung. Die übrigen Sammlungen bitte ich nicht als ein Museum, sondern nur als eine Art von Magazin betrachten zu wollen.

Daß wir mit der unternommenen Neuordnung der Sammlungen noch nicht weiter gekommen sind, hat, abgesehen von der erst vor Kurzem erfolgten Bewilligung der dafür erforderlichen Schränke seinen Grund hauptsächlich in den erst neuerdings zweckentsprechend gewordenen Personalverhältnissen. LEuckARr hatte nach längeren Bemühungen die schon von seinem Vorgänger angestrebte Anstellung eines eigenen Conservators durchgesetzt. Diesem fiel es aber als dem einzigen Unterbeamten zu, auch im Laboratorium mitzuhelfen, und je mehr sich der zoologische Unterricht im modernen Sinne ent- wickelte, um so mehr wurden seine Kräfte nach dieser Richtung hin in Anspruch genommen, so daß für die eigentlichen Aufgaben eines Conservators und Präparators wenig Zeit blieb und auch die Aus- bildung des Beamten dafür leiden mußte. Der treffliche Mann, der vor zwei Jahren wegen Krankheit aus seinem Amte ausgeschieden ist, mußte unter LEuckARr, ScHNEIDER und Lupwic eben auch die Stelle eines Assistenten vertreten. Bald nach meinem Dienstantritt wurde mir ein Assistent bewilligt und als der alte Conservator ab- ging, genehmigte die Regierung die Anstellung eines Präparators und zugleich eines zweiten Assistenten. Damit darf ich hoffen, daß es mir gelingen wird, in Bezug auf die Reorganisation der Sammlung das mir gesteckte Ziel in nicht allzu ferner Zeit zu erreichen.

Die Vermehrung des Personals hatte nun naturgemäß eine Steige- rung des Raumbedürfnisses zur Folge. Von den vorhandenen Zim- mern mußten 1 für den Director, je 1 für die beiden Assistenten, 1 für den seit einigen Jahren neben mir wirkenden außerordentlichen