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(Schanker), und seine Behandlung, ein Georg Heinrich Nebel ein Jahr später„de appetitu depravato quem Picam vulgo vocant“. Ein Ludwig Filgus aus Usingen 1727 über die verschiedenen Wege der Ausführung des Steinschnittes, ein Augustin aus Worms über häufige Irrtümer bei der Anwendung innerer Arzneimittel, ein Schambacher aus Butzbach über„Pyretologia“(Fieberlehre) etc.
Besondere Leistungen waren es ja nicht, indessen die Wahl der Themata und die Art der Behandlung läßt doch im Vergleich mit den medizinischen Erstlingsversuchen der Horstschen Zeiten erkennen, daß mehr und mehr an die Stelle der Spekulation die Neigung zur naturwissenschaftlichen Beobachtung tritt, um jene schließlich ganz zu verdrängen. Allerdings zeigt sich im Vergleich mit den Dissertationen des ersten Jahrhunderts der Ludoviciana auch, daß der Zuzug aus entfernteren Gegenden ein erheblich ge-
ringerer gewesen sein muß.
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Wohl am besten in diesem zweiten Jahrhundert des Bestehens der Universität kann man die Entwicklung der Anatomie ver- folgen. Es fungierte etwa von 1740 ab außer einem Professor des Faches auch ein Prosektor, der dann oft später, wie z B. Hensing der Jüngere, in das Ordinariat einrückt. In den letzten Jahr- zehnten des 17. und auch in den ersten des 18. Jahrhunderts hat, der Unterricht in Anatomie und auch in Physiologie, wie gleich hinzugesetzt werden soll, sehr im Argen gelegen, manchmal ruhte er semesterlang überhaupt ganz. Doch gilt gleiches für die meisten anderen Universitäten in deutschen Landen. Wurden doch sogar in Prag von 1690 bis 1712 nur drei Zergliederungen vorgenommen und erst um 1750 etwa durch du Toy eine Präparatensammlung für den Unterricht gewonnen, während in Wien erst gar nach 1757 Gasser an einer von van Swieten geschenkten Sammlung zu dozieren begann. Gießen war also diesen beiden Hochschulen sogar etwas voraus, da Hensing der Jüngere schon um die Mitte der 40 er Jahre des 18. Jahrhunderts über eine Sammlung verfügte, welche die Universität nach seinem Tode den Erben ab- kaufte. Sie soll 27 Nummern aufgewiesen haben. Die Universitäts- archive bewahren ein Verzeichnis auf.
Der Unterricht in diesen Zeiten war ein theoretischer und praktischer. Das Sektionsmaterial war im 17. Jahrhundert nicht besonders reichhaltig, und die Sezierübungen sowohl wie auch die Demonstrationen hielten sich in bescheidenen Grenzen. Letztere wurden meist feierlich öffentlich gegen besondere Ein- trittskarten abgehalten. Es ruhen noch auf der Universitätsbiblio thek acht Einladungen zu solchen Veranstaltungen, vergilbte Blätter in lateinischer Sprache verfaßt, kulturhistorische Dokumente von nicht nur lokalem Interesse, die man wohl etwas eingehender Schildern darf. Das älteste stammt aus 1663. Es soll eine Erauen- leiche seziert werden. In langem Exkurs wird zunächst der Nutzen der Obduktionen erörtert, Democrit, Hippokrates und Galen werden ins Treffen dafür geführt, daß ein solches Tun nicht„im- pium“, nicht„crudele“ sei etc. Weitere Einladungen liegen aus 1669 vor(homo gladio percussus), aus 1677(cadaver hominis ultimo


