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Pabors gewesen und hatte sich mit, einer Rede„de methodo ductum chyliferum inquirendi“ eingeführt. Seine Arbeiten über das Poritoneum, die Knochenapophysen und anderes sollen Hallers lebhaften Beifall gefunden haben. Es verdient, erwähnt zu werden, dab Hilchen auch mit forensischer Medizin sich beschäftigte,
Ein zweiter Schwiegersohn des älteren Hensing war Johannes Garl Voigt, der nach dem Tode Hilchens 1754 in die Fakultät, neben Müller gelangte und bis 1763 wirkte. Er soll ein sehr tüchtiger Lehrer gewesen sein, Vorher war er Militärarzt, seine Pächer waren Chirurgie und Anatomie, auch soll er in der Ars obstetricia Gutes geleistet haben.
In der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts begegnen wir Georg Ludwig Alefeld, Sohn eines Philosophieprofessors an der L.udoviciana. 1757 begann er seine Laufbahn als Privat- dozent und verblieb dann als Ordinarius in Gießen bis zu seinem Tode. lor war nach Voigts Abgang zwei Jahre lang in der- selben Lage wie zuvor Hilchen, indem er als Einziger die Fa- Kultät bildetc. Sein Fach war im speziellen Anatomie, daneben Chirurgie. 1765 kam Baumer nach Gießen, früher Theologe nun Mediziner mit Spezialneigungen für ge richtliche Medizin und auch Mineralogie.(Gestorben 1788.) Sodann begegnen wir an der nach schwerer Kriegszeit sich erst allmählich wieder er- holenden Universität Friedrich August Cartheuser(1766 bis 1796) Mitglied dreier Fakultäten auf cinmal(darunter der 1776 ge- gründeten Facultas occonomica) Lehrer der Botanik, Chemie und Physik.
Oartheuser, Baumer und Alefeld waren Mitgründer der 1767 ihre Tätigkeit beginnenden Societas hassica philoso- phico-medica.— Pritt uns in dieser Gründung schon ein Zeichen in die Medizin eindringender, neuer Bestrebungen entgegen, so gilt, ein gleiches für die 1774 nach Alefelds Tode nun erfolgende TPrennung seiner Professur in eine für Anatomie und eine andere für Chirurgie und Geburtshilfe. Erstere erhielt Dietz(gestorben 1798), letztere Christoph Ludwig Nebel aus Nidda, ein Pnkel Hilchens, Mitglied einer Familie, die ihrem hessischen Vaterlande eine ganze Reihe vorzüglicher Bürger und Gelchrter gegeben hat, Er war Weldarzt im siebenjührigen Krieg gewesen. Sein Sohn ist der Anatom Ernst Ludwig Wilhelm Nebel, der Hlistoriograph der Fakultäten der Alma mater Ludo- wviciana, auf den sich unsere Ausführungen in manchen Punkten stützen,
1os interessiert noch, einen Blick auf die Dissertationen aus dem 18. Jahrhundert zu werfen, die uns zugleich lehren, aus welchen Gegenden die Studierenden der Medizin her- stammen. Da disputiert 1703 unter Verdries ein gewisser Schlier- bach auß Dodenau über den„Potus aqune frigidae utili et nocivo in febribus ardentibus“, ein Brückmann aus Braubach 1724 über „Ilydrops pectoris a renum calculo“, ein Johann Daniel Loben- Stoin aus dem llennebergischen über„Dysuria cum tenesmo“, ein gewisser HIöffer aus Gießen 1725 über das„Ulcus cacoetheum“
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