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heerende Seuchen taten ein übriges, um mehr wie einmal ihre ganze Existenz in Frage zu stellen. Schon 1625 herrschte die Pest in Marburg, 1629 die Dysenterie, im August 1633 flüchtete alles nach Kirchhain, Grünberg und auch wieder nach Gießen zurück, wo sogar zeitweilig ein glänzendes Interim bestanden zu haben scheint. 1636 kamen die Schweden und hausten wie in Feindesland, 1639 französisch-weimarische Völker, 1645 abermals Schweden unter Königsmark, und im Herbst 1645 brach auch noch dazu Fehde zwischen Kassel und Darmstadt aus, die dann zur Wiederherstellung der Universität Gießen im Jahre 1650 führte. Man hatte auf Kasseler Seite niemals die Niederlage verschmerzt, welche Darm- stadt 1623 bewirkt hatte. Nun suchte die Landgräfin Amalie Elisa- beth Georg den II., Ludwigs Nachfolger, es heimzuzahlen. Die Stadt. Marburg fiel in die Hände ihrer Truppen, wenig später auch das Schloß. Aber standhaft weigerte sich diesmal die Hochschule, gegen Darmstadt Felonie zu begehen und der Landgräfin zu hul- digen, trotz schwerer Bedrängnis und äußerster Not. Inzwischen tagte man in Osnabrück und Münster über Friedensverhandlungen, und auch die hessischen Gesandten erfuhren Einwirkung im Sinne eines endgültigen Vergleiches. Nochmals aber mußte Marburg eine Be- lagerung und Plünderung durch die Kaiserlichen erfahren, die der Stadt fast den Rest gaben. Dann endlich brachen hellere Zeiten an, und nach kurzem Hin und Her über die Frage, ob Marburg weiter von beiden Hessen gemeinsam verwaltet werden oder Prennung erfolgen solle(wobei auch wieder konfessionelle Gesichtspunkte eine große Rolle spielten), entschied man sich im Februar 1650 endlich für die Separation. Einen Augenblick war Gießen noch in großer Gefahr, dennoch die Hochschule zu verlieren, da Darmstadt plötzlich sich ge- neigt zeigte, sie in seinen Mauern aufzunehmen. Es begann ein umfangreiches Petitionieren für und wider, bis es endlich gelang, den Landgrafen Georg II. zur Wahl Gießens zu bestimmen.
Horst der Jüngere ging mit nach Gießen, um Tilemann stritt man sich dagegen anscheinend nicht, er verblieb den Mar- burgern. Nach den über ihn erhaltenen Angaben war er wohl ein etwas unklarer Kopf,„magicis artibus deditus et laudator amuleti“. Er ging 1655 nach Mainz, wurde Calvinist, trat dann hinterher zum mosaischen Glauben über. Anderseits heißt er aber ein„vir solers et vere doctus, astrologiae amans et editor aphorismorum Hippo- craticorum“.
Zweites Mitglied der neubegründeten Gießener medizinischen Fakultät war Johannes Tack, der Aeltere genannt(1617— 1676), ein geborener Wetzlarer, der zugleich eine Professur für Beredsam- keit inne hatte. Er und Horst waren Rivalen in der Gunst Lud- wig VI., doch war der letztere zweifellos der bedeutendere von beiden. Er fand die Lymphgefäße des Herzens beim Menschen. Wohl um die ihm sehr am Herzen liegenden„negotia praxeos opulentae“ besser wahrnehmen zu können, siedelte er später 1663, nachdem ihm der Landgraf Dack vorgezogen hatte, nach Frankfurt, über. Er gab, ein Beweis seines vielseitigen Interesses, die Quä- stionen des Paulus Zachias, sowie Conrad Gessners Natur- geschichte der Tiere heraus.


