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Professoren sehr wahrscheinlich. Das Wesentliche der cartesia- nischen Auffassung besteht in der ausgeprägt mechanischen Be- trachtungsweise, durch welche die Medizin, als deren Grundlage dabei die Anatomie gilt, mit der Physik und Mathematik in nahe Beziehungen tritt. Es ist sehr charakteristisch für diesen Zusammenhang, daß wir in Gießen, wie noch weiter im einzelnen ausgeführt werden wird, mehrfach Mediziner zugleich als Lehrer des Faches der Mathematik und Physik finden. Und zwar tritt dies deutliche Zeichen für die geschichtliche Entwicklung der als car- tesianisch bezeichneten Naturbetrachtung zum Teil schon vor Car- tesius zutage.
Betrachten wir von diesem Standpunkte aus die Einzelheiten der Gießener Universitätsgeschichte. Das Bestreben Ludwigs V., einen tüchtigen Mediziner für seine Neugründung zu gewinnen, richtete sich zunächst auf den Marburger Professor Ellenberger, der Lutheraner war. Dieser kam sogar zur Einweihung der Universi- tät nach Gießen herüber und lud dadurch Moritzens Ingnade auf sich. Er trat schließlich doch noch in Darmstädtische Dienste, nachdem er in Marburg um seine Entlassung eingekommen war
mit der Begründung des Fehlens eines anatomischen Theaters und
zu geringer Besoldung, wurde Stadtarzt in Friedberg und später in Halle. Indessen als erster Lehrer der Medizin in Gießen zu wirken, war nicht ihm beschieden. Durch Vermittlung der Tübinger Fakultät berief man vielmehr den Johann Münster von Heilbronn, der, 1571 geboren, in Tübingen, Linz und Basel seine Studien absolvierte und zunächst Arzt in Heilbronn und Wimpfen gewesen war. Allein kaum war er einen Monat in seiner neuen Stellung, so raffte ihn schon die Pest hinweg, und seiner Ehefrau erging es ebenso.
Von einer Lehrtätigkeit in dem einen Monat seines Gießener Aufenthaltes kann wohl kaum geredet werden, und so war denn eigentlich der erste Lehrer der Medizin an unserer Alma mater der aus Friedberg berufene Josef Lautenbach, ein Elsässer, 1569 ge- boren, der seine Ausbildung in Helmstädt und Straßburg erhalten hatte und der Universität bis 1614 erhalten blieb. Er erlebte somit die schwere Pestzeit von 1613, in der fast alle Studenten und Pro- fessoren aus der Stadt flüchteten.
Seit 1609 hatte er einen Fakultätskollegen in dem aus Torgau stammenden, zehn Jahre jüngeren Gregor Horst, der nach Ab- solvierung seiner Studien in Helmstädt, Wittenberg und Basel schon Professor in Wittenberg gewesen war, dann als Arzt in Salzwedel gewirkt hatte und später schon vor dem vorläufigen Schluß der Universität im Jahre 1622 nach Ulm ging, um dort als Arzt zu leben. Es sind zwei Kupferstiche von ihm erhalten, die ihn als kleinen, energisch dreinschauenden Mann zeigen. Er war auch die Seele der Fakultät, die anderen hingen nach Winkelmann„ab ipsius nutu“ ab. Auf einem der Bilder trägt er einen Stoßdegen, Schädel und Globus liegen neben ihm auf dem Tische, und die Umschrift lautet:
Horstius, in medica quondam celeberrimus arte, hac facie mundo conspiciendus adest.
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