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niss in eigener Sache verwerfen wollen, wenn er die Universität Giessen wegen des besonderen Eifers rühmt, mit welchem damals das Studium der Heiligen Schrift in der Grundsprache betrieben wurde:„Ludoviciand nostra palmam forte aliis Academiis dabiam facit, si non praeripit, in Linguarum cultura, cum viæ reperiateer Studiosus Theologiae, gui non in ipsis fontihus aut legat Seripturam, zat ad eam legendam fidelium Magistro- rum manu ducatur.“ Die Dissertation selbst ist ganz hebräisch geschrieben und umfasst einschliesslich des lateinischen Titelblattes 20 von der Rech- ten zur Linken gezählte Seiten, dann folgen 4 Seiten mit den üblichen Elogien von Fachgenossen und Gönnern, die sämmtlich an dem Namen Meelführer herumkalauern, und unter welchen sich, merkwürdig genug, auch ein hebräisches Gedicht mit der Unterschrift findet:„Paucis hisce Clarissimo Domino Autori, doclissimoque Hebraeo, Fautori suo amico hono- ratissimo, gratulari voluit M. Andreas Kempffer, Illustris Paedag. Giesseni Praec. Class.“ Ein hebräisches Titelblatt und Mays Glück- wunschschreiben machen den Schluss. Der lateinische Titel gibt den Inhalt an:„De benedlictione sacerdotali“, der hebräische: απ ma. Kempffer hat ihn also, auch wenn man das fälschlich in das Manuscript hineingerathene „ vor dem ersten hebräischen Worte streicht, mit seinem.α☚πνπõmMO<ᴵv⁴na, d. i. Benedictiones sacerdotum, nicht genau wiedergegeben. Mays Gratu- lation ist vom 18. Mai 1697 datiert, die Disputation auf dem lateini- schen Titel gleichfalls auf den Mai, doch unter Freilassung eines Raumes für die Tagesangabe, angokündigt. Die wesentlichen Angaben des latei- nischen Titels lauten: Dissortatio Ebraeo Talmadica de Benedictione sacerdotali, quam—— Ssub praesidio— Joh. Henrlel Mah— Hebraice defendet respondens autor Rodolphus Martinus Meelfüh rerds, Francus. Giessae Hassorum. 1697.— Ueber die Punkte, in Bezug auf welche Kempffer im weiteren Verlaufe seinem Gegner vorwirft, dass er nichts davon verstanden habe, sei bemerkt, dass PrP, d. i. Subtilitas, die Grammatik bezeichnet, z. B. als Titel des ersten, grammatischen Theiles von D. Kimchi'’s bonen; SSe, d. i. Praecisum, ein im Status absolutus, und n, d. i. coniunctum, ein im Status constructus stehendes Wort.
38) Ueber die incorrecte und„grobe Aussprache“, wegen deren die Galiläer von den Judäern verspottet wurden, vgl. die Belegstellen a Talmud, welche Wetstein zu Matth. 26, 73 mittheilt.
39) In diesem Satze ist nicht alles in Ordnung. Mein verehrter College D. Franz Dolitzsch bemerkt darüber:„ο 8290 sagt man nur auf Buchtiteln, nicht so wie im Manuscript. Morenu ist, wer das Rabbinats- diplom erhalten hat. Dieses nennt man„„das Morênu““
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