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gethan, wurde er unter Calovs Einfluss ihr heftigster Bekämpfer und reizte die Gegner durch seine Angriffe so sehr, dass sie aus seinen Namen und Titeln die Zahl des apokalyptischen Thieres(Offenb. 13, 18) heraus- lasen. Auch den Pietismus hat er im Verein mit Carpzov und Valentin Alberti„2οlo usto maioret, wie der besonnene Moller urtheilt, verfolgt. Das dsννεενεeνεν eναμνν war eben seine Sache nicht, aber sein Talent und seine umfassende Gelehrsamkeit, namentlich im Hebräischen und den ver- wandten Sprachen, haben auch die Gegner anerkannt. Von seinen Schriften, welche grossentheils zu Utrecht 1704 in 2 Quartbänden zusammengedruckt worden sind, sind die Dacbia vexata(zuerst: Dresdae. 1679) und die Critica sacra(zuerst: Dresdae. 1680) die bedeutendsten.— Moller, III. p. 525— 542. 27) Johann Benediet Carpzov der Jüngere, Sohn des wissen- schaftlich bedeutenderen, 1657 als Professor der Theologie verstorbenen älteren J. B. Carpzov, hatte zu Leipzig, Jena, Strassburg und in Basel bei Buxtorf II studiert, war 1659 zu Leipzig Magister, 1665 Professor der Moral, 1668 Diaconus zu St. Thomas und Professor der orientalischen Sprachen, 1679 Pastor zu St. Thomas und Professor der Theologie ge- worden. Im Kampfe gegen A. H. Francke und die pietistische Bewegung in Leipzig war er,„das Haupt einer an der Universität zu Leipzig seit langer Zeit hochangesehenen Familie“, die eigentlich treibende Kraft, und er führte ihn keineswegs mit durchweg ehrlichen Waffen. Auf seinen Betrieb denuncierte die Facultät Francke und seine Anhänger beim Kur- fürsten. Darauf folgte am 12. August 1689 der Befehl des Kurfürstlichen Kirchenraths an die Universität, die Sache zu untersuchen und Bericht darüber zu erstatten. Von Ende September bis zum 10. October wurde die ziemlich resultatlose Untersuchung wirklich angestellt. Francke liess sich von Christian Thomasius ein rechtliches Gutachten über die Unre gel- mässigkeit des ganzen Verfahrens ausstellen und verfasste selbst eine eben besonnene als freimüthige V Fertheidigungsschrift. Auf diese replicierte dhe Facultät im Februar 1690, und am 10. März erfolgte ihrem Antrage gemäss der kurfürstliche Befehl,„dass endlich diesem Unwesen der Pie- tisten nachdrücklich gesteuert, alle ihre Conventicula, die sie sowohl auf den Stuben, als in der Paulinerkirche haben, zerstöret, insonderheit aber M. Fraucken seine collegia, unter welchem pnannen er sie auch zu halten vorgebe, gänzlich verboten, und die ziemlich verwirrete Academie wieder in Ruhe gesetzet, auch grösserem Uebel, so der ganzen Kirche zu befahren stehet, damit vorgebeuget werde.“ Francke war damals schon seit einem Vierteljahre etwa nicht mehr in La heige Polykarp Leyser III aber konnte, nachdem so die„Academie wieder in Ruhe gesetzet“ und der Sturm von


