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Andreas Kempffers Selbstbiographie / nach der Giessener Handschrift zum erstenmal herausgegeben eingeleitet und erläutert [von Gustav Adolf Ludwig Baur]
Entstehung
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begonnen. Magister wurde er erst 1694 in Halle, und zwar wurde ihm diese Würde von der Facultät unentgeltlich verliehen, weil er bereits als Lehrer sich trefflich bewährt, auch durch seine Habilitationsdisputation über Conamina brevioris manductionis ad doctrinam de accentibus Hebraeorum prosaicis sich ausgezeichnet hatte. Nachdem er 1698 unter Hiob Ludolf's Leitung zu Frankfurt a. M.(nicht a. O., wie Pelt in Herzogs Encyklo- paedie angibt) das Aethiopische studiert hatte, wurde er 1699 zu Halle Professor der griechischen und morgenländischen Sprachen, 1709 ordent- licher Professor und 1717 Doctor der Theologie, 1732 Senior der Facultät und Inspector des theologischen Seminars und starb 1738. Als Schrift- steller hat er sich besonders durch seine Ausgabe des A. T.(Halle 1720) bekannt gemacht. Sie ist mit kritischen und exegetischen Anmerkungen versehen, von welchen die letzteren übrigens erst bei den eigentlichen Propheten ausführlicher werden und bei den Hagiographen wieder weg- bleiben, weil der Verfasser das auf diese Bezügliche in den Uberiores annotationes in Hagiographos, 3 tom. Hal. 1720, zusammengestellt hat. Indess hat er hier nur die Psalmen, Hiob, das Hohelied und das 1. Buch der Chronik selbst bearbeitet, die übrigen Bücher sind theils von Christian Benedict Michaelis, theils von J. J. Rambach commentiert. Christian Benedict, geb. 1680, als Professor der Theologie und der griechischen und morgenländischen Sprachen zu Halle 1760, war Johann Heinrich's Schwesterschn; der bekannte Göttinger Professor, Hofrath und Ritter Johann David, geb. 1717, 1791, der Sohn Christian Benedict's.

25) Tilemann Andreas Rivinus war als jüngster Sohn des 1656 verstorbenen Leipziger Professors der Medicin Andreas Rivinus 1654 ge- boren, machte seine Studien zu Leipzig und Wittenberg, wurde Licentiat der Theologie und 1689 nach Pfeiffers Abgang Archidiaconus zu St. Thomas in Leipzig und Professor der hebräischen Sprache, obwohl die wenigen Schriften, die er veröffentlicht hat, vorzugsweise in das Gebiet der Dogmatik und der praktischen Theologie gehören; 1692. Jöcher.

26) August Pfeiffer, 1640 zu Lauenburg geboren, studierte, auf dem Gymnasium zu Hamburg unter Gutbier vorgebildet, zu Wittenberg, wo er bereits 1659 Magister, 1668 Professor der morgenländischen Sprachen wurde. Nachdem er seit 1671 an verschiedenen Orten, zuletzt von 1675 an zu St. Afra in Meissen Pastor gewesen war, wurde er 1681 als Archidiaconus zu St. Thomas nach Leipzig berufen und erhielt hier 1684 neben der ordentlichen Professur der orientalischen Sprachen eine ausserordentliche der Theologie; im Herbst 1689 ging er als Superintendent nach Lübeck und starb hier 1698. In seiner Jugend selbst chiliastischen Lehren zu-