der Ausgabe von 1685 ist von dem ersten Besitzer, dem damals zu Giessen studierenden G. H. Bichmann aus Dautphe im früher darmstädtischen, jetzt preussischen Hinterland, 1701 folgende Elegie eingeschrieben, aus welcher hervorgeht, dass er auf Rath der edzardischen Trias May, Kempffer und Bürcklin das Buch sich angeschafft, dabei aber seine Rechnung nicht völlig gefunden hatte: Tempore quo Maius, Kempffer Bürcklin que docebant, Tum celebris Giesae fama decusque scholae, Qui pandebant Ebraeae commercia linguae Atque iuventuti pabula sacra dabant, En Michlal Jophi Dautphensis Gergejohannes Is studuit Bichmann aere parare sibi Pro quatuor florenis: sed tamen hocce volumen Multa, quod dicunt, utilitate caret. Vgl. Wolf, Bibl. Hebr. I., p. 1075 f.
14) Johann Heinrich Horbius, 1645 zu Colmar im Elsass geboren, studierte in Strassburg, wo er 1662 Magister, in Jena und Leipzig, wo er 1669 Assessor der philosophischen Facultät wurde, dann weiter in Wittenberg, Helmstädt und Kiel, worauf er als Mentor reicher Jünglinge Holland, Eng- land und Frankreich bereiste. Im Jahre 1671 wurde er Kirchenrath und Hofprediger zu Bischweiler, bald darauf Superintendent der Grafschaft Sponheim und Pfarrer zu Trarbach an der Mosel, 1679 Superintendent und Hauptpastor in der freien Reichsstadt Windsheim in Mittelfranken, von wo er 1685 als Hauptpastor an die Nicolaigemeinde in Hamburg kam. Als er, der Schüler, Freund und Schwager Spener's, in dessen Sinn in Katechismus- und Erbauungsstunden zu wirken anfing, reizte er dadurch J. F. Mayer zu wahrhaft grausamen Verfolgungen, in deren Folge er Ende 1693 seines Amtes entsetzt, seine Frau und Kinder im Januar 1694 aus Hamburg verjagt wurden. Er starb am 26. Januar 1695 im Exil zu Schlems bei Hamburg. Vgl. über ihn und seinen Streit mit Mayer Geffcken, Johann Winckler, Hamburg 1861, S. 69— 140. Seine eigenen Schriften zählt das Hamburger Schriftstellerlexikon auf, die zahlreichen Streitschriften für und wider ihn Moller, am Schlusse seines besonders eingehenden Artikels über Horbius, a. a. O. II b. 353372.
15) Wahrscheinlich Detlev von Ahlefeldt, welcher, seit 1625 Amt- mann von Flensburg, später in Kriegs- und Gesandtschaftsdiensten viel- fach thätig, 1680 sich nach Hamburg ins Privatleben zurückzog und dort
1686 starb.— Moller, I, 13.— Das von Kempffer gleich nachher er-
wähnte Fräulein aus dem Ahlefeldtischen Geschlecht steht
übrigens mit


