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Andreas Kempffers Selbstbiographie / nach der Giessener Handschrift zum erstenmal herausgegeben eingeleitet und erläutert [von Gustav Adolf Ludwig Baur]
Entstehung
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seine Institutiones accentuationis Hebraede, methodo Was- mathiana adornatae. Jenae. 1674 an die Accentenlehre seines Meisters sich an. Ueber beide Männer handelt mit gewohnter Gründlichkeit Moller in seiner Cimbria literata, über Wasmuth mit besonderer Aus- führlichkeit III, p. 622 641.

7) Friedemann Bechmann, 1628 zu Elleben in Thüringen geboren, studierte in Jena und wurde hier 1651 Magister, 1656 Professor der Philo- sophie und 1668 J. E. Gerhard's Nachfolger in der theologischen Professur; 1703. Er schrieb mehrere dogmatische Lehrbücher und zahlreiche Disser- tationen exegetischen und dogmatischen Inhalts.

8) Nicht bloss mit Deutschland war Schweden durch den dreissig- jährigen Krieg in jene nähere Verbindung getreten, welche noch eine lange Zeit hindurch in schwedischen Besitzungen auf deutschem Boden ihre reale Basis behielt; auch seine Berührung mit anderen Völkern und Staaten, namentlich mit Frankreich, wirkte über den Frieden hinaus nach. Von Schweden aus suchte man sich die anregenden und bildenden Einflüsse des Auslandes zu erhalten, und berühmte Gelehrte aus südlicheren Ländern liessen sich durch die Ehren und die ungewöhnlich hohen Dotationen, welche ihnen winkten, bestimmen, in den Dienst des nordischen König- reichs zu treten. Zumal am Hofe der gelehrten Königin Christine finden wir während der Zeit ihrer selbständigen Regierung(1644 54) Hugo Grotius, J. F. Freinsheim, Isaak Vossius, Nicolaus Heinsius, Salmasius und Cartesius. Auch der Universität Upsala kam die von diesen aus- gezeichneten Lehrkräften ausgehende Anregung zu gut: Freinsheim war 1642 als Professor der Eloquenz und Politik dorthin berufen worden, wurde 1647 Bibliothekar der Königin, kehrte aber 1650, freilich nur noch auf ein Jahr, nach Upsala zurück. Auf kirchlichem und theologischem Gebiete wurde durch diese humanistischen und, zumal soweit sie aus Frankreich stammten, wohl auch naturalistischen Einwirkungen die Un- ruhe vermehrt, welche der auf lutherischer Grundlage entstandenen Kirche Schwedens infolge des successiven Einflusses romanisierender, calvinistischer und unionistischer Bestrebungen der Landesfürsten sich bereits bemächtigt hatte. Während man nun anfangs mit denprophetischen und apostolischen Büchern der heiligen Schrift als der einzigen Lehrnorm sich begnügt hatte, bekannte sich die Provinzialsynode zu Upsala 1593 zu der Augsburgischen Confession. Im Jahre 1663 aber nahm der Reichstag neben den übrigen lutherischen Symbolen auch die Formula concordiae an, um dadurch den Lehrstreitigkeiten ein Ende zu machen, wie dasselbe fast hundert Jahre vorher in Deutschland versucht worden war. Als dann Karl XI. selb-