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Andreas Kempffers Selbstbiographie / nach der Giessener Handschrift zum erstenmal herausgegeben eingeleitet und erläutert [von Gustav Adolf Ludwig Baur]
Entstehung
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rius sein College und 1687 sein Nachfolger im Ordinariat, war der be- rühmte Joh. Andr. Danz, der indess bei all seiner Gelehrsamkeit namentlich durch sein der hebräischen Sprache aufgedrungenes Systema morarum das hebräische Sprachstudium mehr verwirrt und aufgehalten als gefördert hat. Ueber Frischmuth: Jöcher, und Redslob in Lilien- cron's Allg. deutscher Biographie.

5) In Bezug auf die accentuatio a priori, auf deren Bekanntschaft sich Kempffer nicht wenig zu gute thut, bemerkt Hirt in seiner Einlei- tung in die hebräische Abtheilungskunst der heiligen Schrift. Jena 1762, S. 14 f.:Die Accentuation, welche eine Wissenschaft der Accente und ihrer Folge ist, pflegt auch eingetheilt zu werden in die accentuationem a priori und in die accentuationem a posteriori. I. Die accentuatio a priori lehrt, wie man einen hebräischen Text mit Accenten versehen solle. U. kan auch die synthesis accentuum von einigen genennet werden. II. Die accentuatio a posteriori zeiget, wie man aus den in einem Text befind- lichen Accenten den Verstand desselben beurtheilen soll. U. wird dahero auch die analysis accentuum genannt.

6) Matthias Wasmuth, geb. zu Kiel 1625, studierte von 1648 an in Wittenberg und wurde dort 1651 Magister. Ueber Leipzig begab er sich 1653, um sich in den orientalischen Sprachen weiter auszubilden, nach Holland, wo er in Gröningen, Leyden, Franeker und Utrecht stu- dierte, und setzte dann zu Strassburg und zu Basel bei dem jüngern Bux- torf sein Studium fort. Im Jahre 1657 wurde er Professor der Logik in Rostock, 1665 aber als Professor der orientalischen Sprachen an die neu- gegründete Universität seiner Vaterstadt Kiel berufen, wo er 1671 ausser- ordentlicher, 1675 ordentlicher Professor der Theologie wurde und 1688 starb. Sein Schüler war Heinrich Opitz. Als Sohn eines Schneiders 1642 in Altenburg geboren, fand er gleichwohl Mittel, nicht bloss in Jena und Kiel, sondern auch in Holland und England zu studieren, wurde 1672 Adjunct der philosophischen Facultät in Jena, 1675 durch Wasmuth nach Kiel gezogen. Nachdem er zuerst in der orientalischen, dann auch in der theologischen Professur seines Lehrers Nachfolger geworden war, starb er 1712. Das Hauptwerk des hochverdienten Wasmuth ist der Hebraismas facilitati et integritati suae restitutus. Kilonii 1666 und dann öfter. Der 2. Theil, welcher die Institutio azentuationis Hebraede methodica enthält, ist öfter besonders herausgegeben worden, zuerst Rostock. 1664. Wie Opitz in seinem grammatischen Hauptwerk, dem Atrium Linguae sanctae, zuerst Hamburg. 1671, dann Jena. 1674 und noch sehr oft, ganz den Spuren von Wasmuth's Hebraismus restitatas folgt, so schliessen auch