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Andreas Kempffers Selbstbiographie / nach der Giessener Handschrift zum erstenmal herausgegeben eingeleitet und erläutert [von Gustav Adolf Ludwig Baur]
Entstehung
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biss ans Ende war. Da aber die Erbauungs-Stunden verbothen wurden und Herr Francke nach Halle ginge, reisete Herr Kempfer nach einem 2jährigen Aufenthalt mit Herrn Metropolitan Ziehl[sich durch Gedern, in Willens über Darmstadt nach Strassburg zu gehen. Der damahlige Herr Graf aber zu Gedern übertrug ihm die Hofpredigers-Stelle, welche er auch wil- lens war anzunehmen. Es ereignete sich aber, dass der seel. Herr Super- intendent Dr. Majus bey seinen Kirchenvisitationen in dasiger Gegend, seinen Besuch beym Herrn Grafen abstattete und hierbey Herrn Kempfer kennen lernete und ihn veranlassete mit auf Giessen zu gehen, die vacante Stelle am Paedagogio und die professionem orientalium, biss sein Sohn capable wurde, zu verwalten, welchem Winck er auchl folgete und nach er- haltenem decreto Serenissimi hat er beide Stellen biss ins 11. Jahr, nehm- lich biss auf annum 1701 versehen. Die Specimina, die er allhier abge- leget, haben mehr in docendo als scribendo bestanden. Doch hat er auch etliche, so viel mir wissend sind, gelieffert, als: pro Magistoerio- 1. De lustrationibus et purificationibus Hebraceorum contra Spencerum, 1692; pro aperiendis collegiis? 2. De staupendo Tsraelitarum sub dawe Angelo creutore per mare rubrum itinere. 1696. Anno 1701 weil seine Gesundheits- umstände sich durch vieles Lucubriren verschlimmerten, resolvirete er sich, die Predigersstelle bey Alssfeld im Kirchspiel Billertsnausen anzunehmen, da ihm die Luft so wohl zugeschlagen, dass er biss ins 43. Jahr seinem Ambte vorgestanden, mittlerweyle aber biss aufs Jahr seines Absterbens immer sich mit allerley Studiosis, so sich der h. Sprache wegen bey ihm aufgehalten, docendo beschäftiget, in welchem er auch zu solcher perfection gelanget, dass es ihm wenige derer berühmtesten Orientalisten gleich thun geschweige zuvor thun können. Er entschlief seelig den 25ten Aug. 1743 Abends um 8 Uhr und brachte seine Lebenszeit auf 85 Jahr, 1 Mon., 10 Tag, 5 Stunden. Die Leichpredigt geschahe durch Herrn Pfarrer Hof- mann damahlen zu Brauerschweinda.

2. Beilage.

Kempffers curriculum vwitae vor der Dissertation De stapendo Jsraelitarumn per mare rubrum itinere. Gissar. 1696.

Cum divino quodam instinctu a teneris fere, benevole Lector, multum & temporis& laboris in studio Hebraico consumpserim, hanc unicam meam esse curam putavi, ut quocunque locorum me fata traherent, Ambrosiam illam quamplurimis quoque aliis gustandam praeberem. Nam cum primum