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wenig Kupffergeld), welches aber ausswechseln muste, damit ich nach Hamburg reisen und bei dem Herrn Lic. Edzard ¹⁰) die Hebräische Sprach excoliren könte, ohngeachtet einige Engeländer mir monatlich geben wolten 14 Th.; die Liebe nach Hamburg ¹¹) war gar zu gross. Ich machte mich bekandt mit Herrn Prof. Gustav Peringer ¹²), bey welchem die fimdamenta in Arabicis legte, informirte auch etliche Studiosos in Hebraica, machte mich auffs Schiff nach Lübeck zu, kam nach Hamburg und traff Herrn Licent. Edzard gesund und frisch an, und er freute sich über meiner Ankunfft. 1
Ich erzehlte ihm meine Führung in Schweden, und wie ich daselbst hette Geld machen können. Er erinnerte sich, dass ich auss Stockholm einen Hebräischen Brieff an ihn geschrieben. Ich wurde sogleich admit- tiret den Michlal Jophi ¹³) zu lesen; aber dies war mein Elend, dass mein Geld, so ich in Schweden verdienet, bald zum Ende ging. Die Conditiones sind rar. Mein Vater war inzwischen gestorben. Es kam kein Geld auss Westphalen. Pastor Horbius ¹⁴) that mir grosse Promessen. Ich ernehrte mich eine Weile von den Kauffmansgesellen, welche ich im Frantzöschen informirte. Endlich wurde ein Studiosus gesucht von einem holstein- dänischen Edelmann Nahmens von Ahlefeldt ¹⁵), der sich aber in Hamburg aufhielte. Ich wurde erfordert, in Latinis und Gallicis einen schönen muntern Edelknaben zu informiren, dass mein Plaisir an demselben hatte, alsso dass ich meine Hebraica dabey tractiren konte, ich verdiente Geld, jährlich 120 Rth., und schaffte mir an Buxtorfii Bibel ¹⁰) und übrige Sachen und Rabbinos. Ich traff daselbst einen Magistrum, der mit mir zuvor bey Herrn M. Weimar Collegia gehalten, welcher sich kotzs darauff legete; ist auch zu mercken, dass eine Fräulein im Hebräischen infor- miret auss dem Ahlefeldtischen Geschlecht, mit welcher ich die gantze Hebräische Bibel durchtractiret, worüber viele erstaunet. Selbige hat sich von Herrn D. Opitz in andern orientalischen Sprachen, auch in Graecis informiren lassen. Sie hat auch an mich geschrieben in Frantzösch und hernach in Hebräischer Sprache; der Hebräische war an Herrn D. May ¹⁷) adressiret, der ihn auch behalten und seinen Auditoribus auffgewiesen. Sie hat sich auch bemühet, mich in Holstein zu ziehen, ist aber bald darauff gestorben. Hab mich in die 4 ½ Jahr in Hamburg auffgehalten, bey dem Herrn Edzard die Rabbinos literales gelesen, die in Buxtorfii Bibel stehen, den Kimchi, Aben Esra, Abarbanel. Den Raschi kon- ten wir nicht zu lesen bekommen, deswegen ich heimlich zu den Portugisen ging, umb den Raschi(5) über die Genesin zu lesen, darinn die Portu- gisen sonderlich versiret sein, der viele Talmaadica treibet, welches Edzard


