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1776.
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le 1799)
d, Leben
Zur ältelten Geſchichte d. Verbindungsweſens an d. Gießener Ludoviciana. 93
1. Wollen wir alle Sontag zuſammenkommen, um eine Taße Coffee miteinander zu trinken, und keiner wird lich, ohne Noth, dießer Geſellſchaft entziehen.
2. Soll das Kränzgen nach der unterſchriebenen Ord- nung gehalten werden.
3. Soll aller Zank und Streit aus unſerer Geſellſchaft verbannet leyn.
4. Wenn einer aus der Geſellſchaft abziehen lolte, lo ſoll ihm eine Abſchieds-Muſique gebracht werden, und die Unkolten gemeinſchaftlich getragen werden.
5. Soll kein Haupt in unſerer gelellſchaft Statt finden, damit es nicht das Anſehen eines Ordens haben mõge; ſondern alle werden vor gleich gehalten.
6. Soll keiner mit einem ſchlechten Menſchen, der einen liederlichen Lebens-Wandel führet, umgehen.
7. Soll ein ieder nicht nur für ſich ſelbſt eines recht- (chafnen Lebens ſich zu befleißigen verbunden ſeyn; ſon- dern auch befugt ſeyn, einen ieden andern aus unſerer Geſellſchaft zu einem honnetten Leben aufzumuntern, welches denn ein ieder ohne Verdruß annehmen loll. Wolte er aber dennoch von ſeinen Ausſchweifungen nicht ablaßen, ſo ſoll ihm fernerhin der Zutritt in unlere Gelellſchaft verlagt ſeyn.
8. Sollen alle, aus Erinnerung unſerer Freundſchaft, folgenden Symboli ſich bedienen: F. O. N. C. P., i. e. Floreant Omnes Nobis Carissimi Palatini.
9. Zur Beobachtung dieſer freundſchaftlichen Regeln verbindet lſich ieder durch eigenhandige Unterzeichnung ſeines Namens.
Fried. Christ. Henric. Lauckhardt Wendelshemio-Palatinus. Ph. C. Prof. 20t4).
Georg. Friedericus Roechling-Palatinus, D. R. B.
Johann Valentin Machwirth aus der Pfalz. D. G. G. B.
Fridricus Wilhelmus Leonhard. Palatinus. D. G. G. B.
Kristian Tenner Werstadt aus der Pfalz. D. R. B.
Johann Anton Fresenius. Palatinus.
Ferdinand Wilhelm Kuhlenthal. Palatinus. D. R. B.
¹) Als die Gießener Burſchen 1777 einen Auszug auf den Gleiberg ver- anſtalteten, gaben lie lich dort felbft einen Kanzler, Rektor und Profefſoren. „Zu den vier Fakultäten iſt noch eine fünfte gekommen, nämlich die zotologilche, worin lich die Lehrer ganz belonders verdient machten.“ Als Profelfor der Zotologie wurde damals nach ſeiner eigenen Angabe Laukhard beltellt, was er ſpäter allerdings ableugnete. Vgl. Laukhard, Leben und Schicklale I, 215 f. und Intelligenzblatt der allgemeinen Lit raturzeitung. 1792. No. 29. S. 231. Der Titel„prof. zot.“ ilt cuuch allem Anſchein nach von lpäterer Hand beigeletzt worden.


