Schlußchor. (Mel.:„Es ſteht auf feſtem Grunde“.) (Wird von dem Phil., der ein wenig vortritt, geſprochen— die letzte Strophe wird von Allen ſingend wiederholt.) Sei hoch gegrüßt, du Stunde, Die feſtlich uns vereint, Da unſerm Bruderbunde Die Jubelſonne ſcheint. Sie ſtrahlt auf Silberhaare, Sie glüht in Jugendbraun, Weil fünfzig Wingolfsjahre Auf uns herniederſchau'n!
Das war ein wonnig Werden, Das war ein fröhlich Weihn, Als ſie in Gießner Erden Dies Bäumlein pflanzten ein. Ob ſpröde ſchien der Acker— Nur höher ſchien der Preis: Mun ſteh' und wachſe wacker, Du neues Wingolfsreis!
Es wuchs hinaus in's Weite, Es wuchs hinein in Kraft;
Im Frieden wie im Streite Bewies es Mark und Saft.
Und in der Heiten Tanze— Uns iſt's als wie ein Traum— Ward aus der zarten Pflanze Ein ſtolzer Wingolfsbaum.
Wie manchen Sturmes Sauſen Ihn trotzig auch umſtürmt— Wie mancher Fluten Brauſen Ihn dräuend auch umtürmt: Des großen Gottes Walten Schützt' Wurzeln und Geäſt— Der Baum hat Stand gehalten Und ſteht in Treue feſt.


