Druckschrift 
Festspiel für die Begrüßungskneipe des 50-jährigen Stiftungsfestes des Gießener Wingolf, 5. August 1902 / von Theodor Wahl
(Gi. 80-83)
Entstehung
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t.

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Es rauſcht in ſeinen Sweigen

Ein altes, ſüßes Lied,

Das wie ein holder Reigen

Uns durch die Seele zieht;

Ein Lied von jungem Lieben,

Ein Lied von alter Treu',

Der uns den Sang geſchrieben Der Geiſt bleibt ewig neu.

So blühe und gedeihe

Und wachſe fort und fort!

Sei edler Jugend Weihe

Ein rechter Wunderhort!

Wahr Dir Dein wahres Leben

Bleib feſt auf feſtem Grund:

Dein Werden und Dein Weben Gott walt's, mein Bruderbund!

(Vorhang fällt raſch und geht alsbald wieder auf.)

IV. Scene. (Wie am Schluß der I. Scene. Red. allein ſchlafend am Ciſch, hinter der Bühne erklingt ein Marſchlied, etwaDrei Lilien da bei Schritte von Näherkommenden. Red. fährt vom Schlafe auf.) Red. Was war das? War das Wirklichkeitd War's Traum d Noch klingt im Ohre mir der kräft'ge Sang, Der wie ein Sturm mir durch die Seele drang Könnt' ich ihn bannen! ach, ich hoff' es kaum. Und doch wie wird es licht mir in der Seele! Die Bilder formen ſich, die ich geſchaut, Und wenn dem Traume ich Gedanken ſtehle Wozu hätt' ſie der Traumgott mir vertraut d Rur fort noch einmal fort aus dem Gedränge, Weil ich geheimem Geiſterklang gelauſcht, Daß in der Gäſte vielgeſtalt'ger Menge