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Sinnbilder ſeien's Such für Euer Leben, Für Suer Tun in dieſen Räumen hier, Da Ihr Euch trefft in brüderlichem Kreiſe— Sinnbilder auch für Eurer Tage Lauf, Wie ſie Euch leuchten auf der Alma mater! Der Becher— nicht ein Zeichen roher Luſt, Die wüſt und toll bei Bier und Wein die Nächte Durchtobt und dann am Tage faul— unluſtig Die Pflicht verſäumt, die Euer Sein hier heiſcht— Nein, nur ein Sinnbild edler Gaſtlichkeit Und froh im Bruderbund verlebter Stunden, Sin Sinnbild fröhlicher Geſellenrunde, Wo friſch und frei und rein die Rede geht, Wo ohne Reu der Freudenbecher kreiſt— Wo zu der Leyer Euer Lied erklingt Und die Begeiſtrung, die im Herzen ſchlummert, Anfacht zu edler Glut!— Und für Euch Alle
Der Kranz auch! Er bedeute Euch das Ziel, Den hohen Preis, um den Ihr Alle ringt, Die Urone, die die Kämpfer krönen ſoll— Euch, junge Kämpfer, zwiefach hingefordert Auf's Schlachtfeld—wie des Wiſſens, ſo des Lebens- Daß Ihr in beiden täglich Euch bewährt! Da haltet hoch den Kranz in Eurer Mitte— Als Bürgſchaft, daß das Ideal Euch blieb! Schlingt ihn um Eures Wappens hehres Bild, Denkt ſtets: in dieſem Heichen müßt
Ihr ſiegen! So tritt hinein in's kommende Jahrzehnt, Du Gießner Wingolf! Geh den ſechzis Jahren Mit Jünglingsglut entgegen, wie die Fünfzig Du friſch erklommen, müde nicht noch matt! Und ob dies Haus einſt fiele ſelbſt in Trümmer: Den Geiſt laßt leben, der dies Haus durchwebt: Du, Wingolf, lebſt, ſo lang Dein Geiſt
Dir lebt
(Alle bilden ſtehend eine Gruppe um den Gausgeiſt. Der Fux hat den Becher— der Red. die Leper ergriffen. Der Phil. hat den Kranz genommen und hält ihn über des Stifters Haupt, mitten im Kranze leuchtet eine goldne„Fün fzig“. Der Stifter hat des Hausgeiſts Hände erfaßt. Malk. hat das Buch unter dem rechten Arm, die Kiſt⸗ chen in ſeiner Schürze, das Glas in die Hand genommien, ſteht etwas im Hintergrund.)


